Islamische Konferenz für friedliche Lösung
- Jemens Präsident Salih: "Krieg zu 99 Prozent sicher"
- PLUS: Alle Hintergrund-Infos zur Irak-Krise
·Annan & Papst
Friedens-Appelle am Aschermittwoch
·Kriegs-Gefahr
Kurdisches Dorf als "Terror-Camp"?
·Gewaltaufgabe
The day after: Irak mit US-Besatzung
·Saddam ins Exil
Arabische Emirate machen Angebot!
·Für Deutsche
Bush bedrohlicher als Saddam
·Irak-Krise
Raketenzerstörung hat begonnen!
·Iraks Truppen
Bilder! So stark ist Saddams Armee
Die 57 Mitgliedstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz (ICO/OIC) haben sich bei einem stürmischen Sondergipfel in Katar für eine friedliche Lösung des Irak-Konflikts ausgesprochen und Bagdads Zusammenarbeit mit den UNO-Waffeninspekteuren gelobt. An die Adresse Washingtons hieß es in ihrer Schlusserklärung: "Wir lehnen jedes Vorgehen außerhalb des Rahmens der Vereinten Nationen ab." Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Salih erklärte in einem Interview mit dem arabischen TV-Sender Al Jazeera in Katar: "Die Wahrscheinlichkeit, dass es bald schon Krieg gibt, liegt bei 99 Prozent."
Zum Eklat kam es beim Gipfel in der katarischen Hauptstadt Doha, als der kuwaitischen Außenminister forderte, die irakische Führung möge zurücktreten. Die Regierung von Präsident Saddam Hussein solle "ein großes Opfer bringen", um der Region einen zerstörerischen Krieg zu ersparen, sagte Scheich Sabah al Ahmed al Sabah. Kuwait unterstütze den Ende vergangener Woche beim Gipfel der Arabischen Liga in Ägypten präsentierten Exil-Vorschlag der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Der Leiter der irakischen Delegation, der stellvertretende Vorsitzende des Revolutionären Kommandorates, Izzat Ibrahim, beschimpfte in seine Erwiderung die Kuwaiti als "Verräter". Nach Ibrahims Angriff sprangen Mitglieder der kuwaitischen Delegation auf und riefen "Lügner". Der Präsident des Gipfels, der Emir von Katar, Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani, schritt ein, um die Ruhe wiederherzustellen.
Der VAE-Plan sieht vor, der irakischen Führung zwei Wochen Zeit zu geben, um das Land zu verlassen. Der Irak solle dann für eine Übergangszeit von der Arabischen Liga gemeinsam mit den Vereinten Nationen kontrolliert werden. In die Schlusserklärung von Doha wurde der Vorschlag nicht aufgenommen. Stattdessen forderten die Anwesenden, der Nahe Osten solle zu einer Region ohne Massenvernichtungswaffen werden. Dies schließe auch die ABC-Waffen Israels mit ein.
Familiendrama in St. Pölten15:04
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
