USA entsenden wegen Korea-Krise weitere Bomber
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US-Truppen auch in Korea-Region?
Nach dem schweren militärischen Zwischenfall mit Nordkorea entsenden die USA 24 Langstreckenbomber zur Verstärkung ihrer Militärmacht in die Krisenregion. Es handle sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, die "nicht aggressiver Natur" sei, sagte ein Sprecher des Pentagon am Dienstag (Ortszeit) in Washington. Mit den zwölf B-52- und zwölf B-1-Bombern sollten auch rund 2000 zusätzliche Soldaten zum Einsatz kommen. Der südkoreanische Staatschef Roh Moo Hyun warnte unterdessen die USA, in ihrem Atom-Streit mit Nordkorea nicht zu weit zu gehen. Nur ein direkter Dialog zwischen Washington und Pjöngjang könne die Krise beilegen.
Die zusätzlichen Langstreckenbomber dienen offiziell dazu, die 37.000 in Südkorea stationierten US-Soldaten zu unterstützen. Nach Einschätzung von Militärexperten in Washington könnten sie aber auch bei einem Krieg gegen den Irak zum Einsatz kommen. Am Sonntag hatten nordkoreanische Kampfjets ein US-Spionageflugzeug über dem Japanischen Meer abgefangen, Washington sprach daraufhin von einem nie dagewesenen "provokativen Akt". Die Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA sind im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm seit Oktober stark angespannt.
Der südkoreanische Präsident Roh sagte in einem Interview der britischen Tageszeitung "Times" (Mittwochsausgabe), US-Präsident George W. Bush und der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Il müssten in direkten Kontakt treten, um den Streit beilegen zu können. Die USA haben bisher direkte Gespräche abgelehnt, solange Nordkorea sein Atomwaffenprogramm nicht stoppe. Die nordkoreanische Führung veröffentlichte in der Parteizeitung "Rodong Sinmun" einen neuerlichen Appell an die Adresse Washingtons, einem Nicht-Angriffs-Pakt zuzustimmen.
Der Sondergesandte des neuen südkoreanischen Staatspräsidenten Roh Moo Hyun hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach er in der vergangenen Woche in Peking nordkoreanischen Regierungsvertretern einen Vorschlag für ein neues Gipfeltreffen unterbreitete. Sicherheitsberater Ra Jong Il sagte am Mittwoch in Seoul, richtig sei nur, dass er mit den nordkoreanischen Gesandten in China zusammengetroffen sei. Nähere Einzelheiten wollte er nicht nennen. Über den Vorschlag für ein Gipfeltreffen hatte die Tageszeitung "Joong Ang Ilbo" berichtet. Ra soll erklärt haben, wenn der nordkoreanische Führer Kim Jong Il Seoul besuche und seine Atompläne aufgebe, könne er mit der Unterstützung der USA rechnen. Im Jahr 2000 war Rohs Amtsvorgänger Kim Dae Jung nach PJöngjang gereist.
Nach einem Bericht der "Washington Post" neigen die USA und ihre Verbündeten in Asien mittlerweile mehr und mehr dazu, die Tatsache zu akzeptieren, dass Nordkorea Atomwaffen herstellt. Unter Berufung auf nicht näher genannte Experten berichtete die Zeitung weiter, die derzeitigen Pläne richteten sich vor allem darauf zu verhindern, dass Pjöngjang sein Atommaterial an den meistbietenden Kunden auf dem Weltmarkt verkauft.
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