34-Jähriger erschießt 19 Monate altes Kleinkind
- Familientragödie bei Scheidungsverfahren in Vorarlberg

Erst für Montag rechnen die ermittelnden Behörden mit weiteren grundlegenden Erkenntnissen im Kindsmord von Feldkirch: Weil die Mutter des 19 Monate alten von seinem Vater erschossenen Felix noch unter Schock steht, wurde die Befragung der einzigen unmittelbaren Zeugin auf Montag verschoben. Ihr Mann hatte Samstagnachmittag den gemeinsamen Sohn mit einem Kopfschuss getötet und wollte sich anschließend selbst umbringen. Am Sonntag erlag der 34-Jährige seinen Verletzungen.
Der 34-jährige Feldkircher, der am Samstagnachmittag seinen 19 Monate alten Sohn in den Armen der Mutter erschossen und anschließend die Waffe gegen sich gerichtet hatte, ist Sonntag Vormittag seinen Verletzungen im Landeskrankenhaus Feldkirch erlegen.
Nach der Tat hatte er sich die Pistole an den Kopf gehalten und abgedrückt. Sein Zustand wurde am Sonntag weiter als "sehr kritisch" bezeichnet. Der zweite Sohn, 15 Jahre alt, war mit einem Freund in der Küche des Wohnhauses, als im Schlafzimmer die Schüsse fielen. Auch der Sohn befindet sich wie seine Mutter in psychologischer ambulanter Behandlung.
Ebenfalls am Montag sollen die Herkunft der Tatwaffe sowie die Frage geklärt sein, ob der 34-jährige Täter sie legal in seinem Besitz hatte. Das zentrale bundesweite Waffenregister, mit dem vor rund einem halben Jahr begonnen wurde, ist noch nicht 100-prozentig auf dem aktuellen Stand. Verlässliche Informationen gebe es deshalb erst, wenn am Montag die lokal zuständige Bezirkshauptmannschaft Feldkirch wieder offen hat, so Sicherheitsdirektor Elmar Marent zur APA. Die Fragen nach der Waffe seien in diesem Fall allerdings nicht vorrangig.
Als Motiv für die unbegreifliche Tat gehen die Behörden von Eheproblemen des Paares aus. Die Frau, die bei der Tat physisch unverletzt geblieben war, hatte vor rund drei Wochen die Scheidung eingereicht.
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