Rechtsextremen-Treffen in OÖ verlief ruhig
- Nur wenige Rechtsextreme kamen, 60 Gegendemonstranten
Eine als "Tag der Volkstreuen Jugend" angekündigte Veranstaltung von Rechtsextremisten am Samstag in Haid (Bezirk Linz-Land) in Oberösterreich verlief laut Gendarmerie "völlig ruhig", es kam zu keinerlei Ausschreitungen. Etwa 60 Personen nahmen an einer Gegenkundgebung teil.
Die Veranstaltung, die von einer Gruppe namens "Bund freier Jugend" (BfJ) organisiert wurde, war auch in der "Deutschen Stimme", dem Zentralorgan der deutschen NPD, beworben worden. Als Referenten waren der AFP-Vertreter Konrad W., der Ministerialrat Günter R. sowie der Steirer Herbert S., laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) "einer der führenden Ideologen der neonationalsozialistischen Bewegung in Deutschland und Österreich", angekündigt.
Die Veranstaltung war schon im Vorfeld von der oberösterreichischen Exekutive als "überschaubar" eingestuft worden. Diese Erwartung hielt denn auch. Nur eine Handvoll Rechtsextremisten fanden sich am Veranstaltungsort ein, sowie etwa 60 anti-faschistische Demonstranten. Nachdem der Wirt des Gasthauses, in dem das Treffen hätte stattfinden sollen, den Rechtsextremen den Eintritt in sein Lokal verweigerte, wurde die Veranstaltung an einen anderen Ort verlegt.
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