Samstag, 8. März 2003

Bankräuber probierte es noch mal - diesmal mit Erfolg

  • 25.000 Euro Beute bei Überfall in Murau
  • Freitag: Halb verschlossene Eingangstüre stoppte Maskenmann

Am vergangenen Freitag war er etwas zu spät dran und stand vor der verschlossener Türe der Sparkasse in Knittelfeld. Am Montag Nachmittag probierte er es im nicht weit entfernten Murau noch einmal: Ein unbekannter maskierter und bewaffneter Täter überfiel eine Sparkassen-Filiale und erbeutete rund 25.000 Euro. Der Mann flüchtete mit dem selben gestohlenen Auto, mit dem er schon in der Vorwoche davongefahren war.

Laut Gendarmerie war der überdurchschnittlich große und schwarz gekleidete vermummte Mann mit einer Pistole bewaffnet, als er gegen 13.30 Uhr in den Kassenraum der Filiale am Ortsrand von Murau stürmte. Er bedrohte die beiden Bankangestellten und forderte, wie die Zeugen sagten, in steirischem Dialekt: "Geld her!" Dann ließ er sich bedienen und packte die Scheine in seine Jacke.

Zur Flucht verwendete der Räuber einen in der Vorwoche in Zeltweg gestohlenen Wagen. Im Zuge der Alarmfahndung wurde das Auto etwa 500 Meter von der Bank entfernt verlassen aufgefunden: Die Exekutive geht davon aus, dass der Täter das Fahrzeug gewechselt hat. Der Überfall wurde zwar von der Überwachungskamera gefilmt. Ob das Material jedoch brauchbar ist, muss sich erst weisen, so ein Beamter.

Am Freitag zu spät dran
Zwei Minuten nach 16.30 Uhr, unmittelbar nachdem eine Angestellte eine der beiden Flügeltüren der Sparkassen-Filiale abgesperrt hatte, wollte der mit Haube und Schal maskierte und mit einer Tasche ausgerüstete Mann den Kassenraum betreten. Er rüttelte an einem der beiden Türflügel, und zwar just an jenem, der bereits versperrt war. Ohne es auch an der zweiten Türhälfte, die noch nicht versperrt war, versucht zu haben, drehte der Mann um und suchte das Weite.

Zunächst maß man seitens der Bankangestellten dem Vorfall keine große Bedeutung bei und erstattete erst in den Abendstunden bei der Gendarmerie Anzeige.

8.3.2003 12:42