Unicef: Geburt ist erste Todesursache in der 3. Welt
Anlässlich des Weltfrauentages machte die UNICEF auf die zahlreichen Geburtskomplikationen in den Entwicklungsländern aufmerksam. Diese sind in diesen Gebieten die Todesursache Nummer Eins. Jeden Tag sterben 1.400 Mädchen und Frauen bei Entbindungen, 99 Prozent davon in der Dritten Welt.
UNICEF bezeichnete die Zahl der Todesfälle als "schändlichen Rekord von Diskriminierung und Gleichgültigkeit gegenüber Frauen und ihren Rechten".
Laut UNICEF sterben jedes Jahr über eine halbe Million Mädchen und Frauen auf diese Art und Weise. Im südlichen Afrika kommt eine von dreizehn Frauen im Kindbett zu Tode. In den Industriestaaten ist es eine Frau von 4.085.
Diese Zahlen allein würden allerdings nicht das ganze Ausmaß der Tragödie zeigen, so UNICEF. Denn auf jede Frau, die im Kindbett stirbt kommen etwa dreißig Frauen, die nach der Entbindung an Verletzungen, Infektionen und Behinderungen leiden, die üblicherweise nicht behandelt sondern übergangen werden. Etwa 300 Millionen Frauen - also ein Viertel aller Frauen in den Entwicklungsländern - haben während Schwangerschaften und Geburten ständige gesundheitliche Probleme.
Flächendeckende Versorgung mit Geburtshilfe sei die wirkungsvollste Maßnahme um die Müttersterblichkeit zu reduzieren, erklärte das UNO-Kinderhilfswerk. In einigen Entwicklungsländern seien so Frauenleben gerettet worden. Honduras habe zum Beispiel durch Investitionen in Geburtshilfe seine Müttersterblichkeit um fast 40 Prozent reduzieren können.
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