Miami: Gesuchter steirischer Millionenbetrüger gefasst
- Kooperation: Steirische Kriminalabteilung, BKA, US-Behörden
- Zahlreiche Opfer um eine Million Euro geprellt
Die Überwachung einer Kontaktperson führte zum Erfolg: Ein steirischer, per internationalem Haftbefehl gesuchter Millionenbetrüger ist auf dem Flughafen Miami gefasst worden. Der 31-jährige Andreas T. soll zahlreiche Opfer durch vorgetäuschte Autokäufe um insgesamt rund eine Million Euro geprellt haben. Der Fahndungserfolg ist letztendlich einer Kooperation zwischen Ermittlern der Kriminalabteilung (KA) des Landesgendarmeriekommandos Steiermark, der Zielfahndung des Bundeskriminalamtes (BK) und US-Behörden zu verdanken.
Andreas T. wurde von den österreichischen Justizbehörden wegen schweren Betruges bereits rechtskräftig zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, die er im April 2002 abgebüßt hatte. Laut einer Aussendung des Innenministeriums soll er während seines Gefängnisaufenthalts weitere Betrügereien vorbereitet haben. Am 15. Februar 2003 hätte der Steirer eine weitere Freiheitsstrafe von 20 Monaten antreten sollen. Zu diesem Termin erschien er aber nicht, was die Ausstellung eines internationalen Haftbefehls zur Folge hatte.
US-Behörden führten Verhaftung durch
Am 3. März 2003 stellten die österreichischen Ermittler dann das Fahndungsersuchen an die Kollegen in den USA. Sie baten die amerikanischen Behörden, den Beschuldigten festzunehmen, über ihn die Auslieferungshaft zu verhängen und ihn dann an die österreichischen Stellen zur Strafverfolgung zu übergeben.
Observation einer Kontaktperson
Die Observation einer Kontaktperson - nähere Informationen wurden unter Hinweis auf kriminaltaktische Gründe dazu nicht gegeben - führte schließlich zur Festnahme des Gesuchten: Der 31-Jährige wies sich mit einem gefälschten dänischen Reisepass, den er sich nach bisherigen Erkenntnissen in Bulgarien ausstellen hatte lassen, aus. Kriminalbeamte der Kriminalabteilung Steiermark und ein Kriminalbeamter der Zielfahndung des BK nahmen Andreas T. mit Hilfe der US-Einwanderungspolizei, Chris Dudley vom US-Marshal Service, der Grenzpolizei Miami und des österreichischen Verbindungsbeamten in den USA, Harald Richter, fest.
Opfer sollen sich melden
Andreas T. soll als Autobetrüger tätig gewesen sein. Seinen Opfern zeigte er ein Fahrzeug, das er ihnen angeblich verkaufen wollte, kassierte die Anzahlung und verschwand mitsamt dem Kfz. Die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf rund eine Million Euro. Die Kriminalabteilung des Landesgendarmeriekommandos Steiermark ersucht allfällige weitere Geschädigte, sich bei der KA unter der Telefonnummer 0316/259/3333 DW (Journaldienst) zu melden.
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