Einbruch bei Linzer Juwelier: Hohe Beute vermutet
- Täter konnten flüchten - Fahndung läuft auf Hochtouren
- "Küchenfreund" als Einbruchswerkzeug

Vermutlich zwei Täter haben am Donnerstag in den frühen Morgenstunden die Auslagenscheiben eines Juweliergeschäftes in der Linzer Innenstadt mit Hämmern zertrümmert und flüchteten mit einer Beute in noch unbekannter Höhe. Die Fahndung nach den Einbrechern lief am Donnerstagvormittag auf Hochtouren.
Gegen 4.00 Uhr wurden die Anrainer des Geschäftes durch den Lärm von zersplitterndem Glas wach. Die Polizei traf nur Minuten später am Tatort ein, die Einbrecher waren aber bereits geflüchtet. Eine sofort eingeleitete Fahndung in der gesamten Linzer Innenstadt brachte rund eine Stunde nach der Tat erste Erfolge: Die Beamten konnten das Fluchtfahrzeug - einen gestohlenen Fiat mit Wiener Kennzeichen - sicherstellen.
Die Ermittler fanden den Wagen unversperrt vor, eine Untersuchung ergab aber keine neuen Hinweise. Wahrscheinlich haben die Einbrecher ihre Flucht mit einem anderen Fahrzeug fortgesetzt, erklärte man von Seiten der Polizei. Am Donnerstagvormittag begann die Linzer Kripo mit der Befragung einiger Anrainer.
"Küchenfreund" als Einbruchswerkzeug
Weitere Details zu dem Einbruch in einem Linzer Juweliergeschäft am Donnerstag in den frühen Morgenstunden gab die Kripo im Laufe des Vormittags bekannt: So griffen die noch flüchtigen Täter zu einem nicht ganz alltäglichen Einbruchswerkzeug. Nachdem sie in die Auslagenscheiben mit einem Hammer und einer Axt Löcher geschlagen hatten, "angelten" sich die Täter teure Markenuhren mit einem so genannten Küchenfreund, einem Gerät, wie es beim Kochen für das Wenden von Speisen gebräuchlich ist.
Eine genaue Höhe der Beute sei zwar noch nicht bekannt, aber es dürften rund 20 Markenuhren mit einem Stückpreis von bis zu 3.000 Euro gestohlen worden sein, erklärte Christian Grufeneder von der Linzer Kripo. Für den Einbruch gibt es einen Zeugen: Einem in einer nahen Bäckerei beschäftigten Angestellten fielen zuerst das geparkte Fluchtfahrzeug, dann die beiden Täter zwar auf, doch maß er dem Geschehen vorerst kein Bedeutung bei.
Bei der späteren Einvernahme konnte der Bäcker dann konkrete Hinweise zum Fluchtfahrzeug - einem gestohlenen Fiat mit Wiener Kennzeichen - liefern. Der Wagen konnte nur kurze Zeit später unweit vom Tatort sichergestellt werden. Das Auto war unversperrt, die im Umgang mit Küchengeräten versierten Einbrecher waren über alle Berge.
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