Mittwoch, 5. März 2003

Wassergüte-Bericht reiht Österreich an 18. Stelle

  • Finnland hat das beste Wasser der Welt, Belgien das fauligste
  • UNO erwartet Mitte des Jahrhunderts Wasserkrise (Kasten)

Österreichs Wasser ist gut. Aber nicht top. Die UNESCO legte am Mittwoch in Paris und Tokio ihren neuen Weltwasser-Entwicklungsbericht vor. Österreich landete darin am 18. von insgesamt 122 Plätzen. Gleichzeitig warnte die UNO vor einer Wasserkrise zur Mitte des Jahrhunderts (siehe Kasten rechts).

Das weltweit beste Wasser hat dem UNO-Index zufolge Finnland, in Belgien ist es am fauligsten. Österreich landete am 18. von insgesamt 122 Plätzen, knapp hinter der Schweiz auf Rang 16. Deutschland bekam in Sachen Wasserqualität nur Platz 57 zugewiesen.

Experten berechnen den Vergleichsindex aus Daten zur Güte und der Menge des Süßwassers, dem Grundwasser, der Behandlung von Abwasser und dem Einhalten der Umweltgesetze.

Kritik aus Österreich
Kritik an der Qualität des UNESCO-Wasserberichts kam heute, Mittwoch, vom österreichischen Umweltministerium. Bewertung und Reihung durch die UNESCO seien weder anhand nationaler Daten noch im internationalen Vergleich nachvollziehbar, hieß es in einer Aussendung. Es sei darauf zu verweisen, dass die renommierten Universitäten Yale und Columbia für 2002 im "Environmental Sustainability Index" Österreich bei der Wasserqualität nach Finnland, Kanada, Neuseeland und Großbritannien auf Platz fünf von 142 untersuchten Staaten gereiht hätten, hieß es.

Wasserqualität weltweit
RangLandIndex-Wert
1.Finnland1,85
2.Kanada1,45
3.Neuseeland1,53
4.Großbritannien1,42
5.Japan1,32
6.Norwegen1,31
7.Russland1,30
8.Südkorea1,27
9.Schweden1,19
10.Frankreich1,13
(...)
16.Schweiz0,87
18.Österreich0,85
(...)
57.Deutschland-0,06
(...)
113.Ruanda-0,78
114.Zentralafrika-0,81
115.Burundi-0,95
116.Burkina Faso-1,00
117.Niger-1,04
118.Sudan-1,06
119.Jordanien-1,26
120.Indien-1,31
121.Marokko-1,36
122.Belgien-2,25

5.3.2003 08:54