telegate noch tief in Verlustzone
- Zahl der Anrufe von 150 auf 119 Millionen gesunken
- Minus durch Goodwill-Abschreibung des USA-Geschäftes
Deutschlands zweitgrößte Telefonauskunft telegate, die seit Februar auch in Österreich tätig ist, hat im vergangenen Jahr trotz operativer Fortschritte tiefrote Zahlen geschrieben. Vor allem die kostenlose Konkurrenz im Internet hat dem Unternehmen zu schaffen gemacht.
Vor allem wegen einmaliger Firmenwert- abschreibungen für das US-Geschäft sei vor Steuern und Zinsen ein Verlust von 25,2 Mio. Euro angefallen, teilte die telegate AG mit. Im Jahr zuvor betrug das Minus 37,6 Mio. Euro. Operativ kehrte telegate 2002 in die schwarzen Zahlen zurück. Die Zahl der Anrufer sank von 150 auf 119 Millionen.
Ergebnis im Detail
Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) belief sich auf Minus 25,2 Mio. Euro, nach minus 37,6 Mio. Euro im Vorjahr. Hauptverantwortlich für das große Minus war eine Goodwill-Abschreibung des USA-Geschäftes, teilte das Unternehmen heute, Donnerstag, mit. Ohne dieses Sonderbelastung konnte der EBIT-Verlust auf 3,8 Mio. Euro reduziert werden. Das EBITDA hingegen drehte von minus 17,8 Mio. Euro im Vorjahr auf plus 9,4 Mio. Euro.
Im vierten Quartal 2002 sei mit 3,8 Mio. Euro der höchste EBITDA-Betrag in der Geschichte des Unternehmens erzielt worden, hieß es weiter. Der Umsatz der Gruppe sank im zurückliegenden Geschäftsjahr um knapp elf Prozent auf 115,6 Mio. Euro. Als Gründe wurden die kostenlose Internet-Auskunft in Deutschland und die Restrukturierung des USA-Geschäfts genannt. Die Kreditverbindlichkeiten konnten von 58,1 Mio. Euro auf 27,8 Mio. Euro reduziert werden. (apa/pte/red)
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