Mobilfunkanbieter: Standard für Handy-Zahlungssystem
- T-Mobile Orange, Telefonica sowie Vodafone
- Mobile Payment Services Association mit Sitz in London
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Vier europäische Mobilfunkanbieter haben eine Vereinigung gegründet, mit deren Hilfe ein Standard für ein Zahlungssystem per Handy geschaffen werden soll. Die T-Mobile International AG, die Orange SA, die Telefonica Moviles SA sowie die Vodafone Group plc teilten mit, sie hätten eine Vereinbarung unterzeichnet, die die Bildung einer Mobile Payment Services Association mit Sitz in London vorsieht.
Die Vereinigung solle einen Branchenstandard für M-Commerce-Zahlungen setzen. Einen Markennamen dafür werde man in Kürze nennen. Die vier Unternehmen bestätigten damit entsprechende Berichte großer Wirtschaftszeitungen.
Grenzübergreifend
Der Standard solle über die verschiedenen Mobilfunknetze und Ländergrenzen hinweg gelten und sei offen für weitere Anbieter. Diese Interoperabilität werde dem M-Commerce ein dem Produkt SMS ähnliche Nutzung ermöglichen, heißt es in der Mitteilung. Es werde sich um ein einfaches, aber sicheres Zahlungssystem handeln, das komplementär zu bestehenden elektronischen Zahlungssystemen angelegt werde. Zum einen sollen Mobilfunknutzer niedrigpreisige Einkäufe über ein Konto abwickeln können, dass von ihrem Netzanbieter verwaltet wird. Zum anderen soll es möglich werden, Kreditkarten via Handy sicher zu nutzen.
270 Mio. potenzielle Nutzer
Die vier Mobilfunkanbieter bringen nach eigenen Angaben 270 Mio. potenzielle Nutzer für das Zahlungssystem mit. Interesse an einer Beteiligung hätten bereits die Mobilfunkanbieter debitel AG, KPN Mobile NV, mmO2 plc, TMN und 3 (Hutchison Whampoa) geäußert. Weitere Interessen seien ausdrücklich eingeladen, heißt es in der Mitteilung weiter. Geleitet wird die Vereinigung von Tim Jones, dem früheren CEO des Retail Banking der National Westminster Bank plc.
