tele.ring will als Mobilfunk-Diskonter weiter wachsen
- Umsatz stieg 2002 auf 204,3 Mio. Euro
- 515.000 Kunden - 45.000 WAP-User
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UMTS im Jahr 2003 noch chancenlos
Der vierte österreichische Mobilfunkbetreiber tele.ring will sich künftig weiterhin als "Diskonter" positionieren und damit weiter wachsen. Die Tochter des US-Konzerns Western Wireless steigerte den Umsatz 2002 um 28,3 Prozent auf 204,3 Mio. Euro. Die Kundenzahl stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr von 430.000 auf 515.000 Kunden. 342.000 davon entfielen auf den Mobilfunk, 173.000 auf das Festnetz.
2002 sei vor allem die Zahl der Vertragskunden gestiegen, deren Anteil bei 62 Prozent liege, berichtete Marketingchef Michael Krammer. Außerdem habe tele.ring zwischen Oktober und Dezember die niedrigste Wechselrate (Churnrate) aller österreichischen Mobilfunker aufgewiesen.
Datendienste
Zuwächse habe tele.ring auch bei Datendiensten verzeichnet, die Zahl der WAP-Kunden (Wireless Application Protocol) habe sich seit September 2002 auf 45.000 verdoppelt, so Hofkirchner. Mit der SMS-Nachfolgetechnologie MMS (Multimedia Messaging Service), die von Mobilkom, T-Mobile und One bereits angeboten wird, wolle tele.ring Anfang des zweiten Quartals 2003 starten, so Krammer. "Wir werden von den anderen Betreibern bei der Interoperabilität teilweise nicht unterstützt", begründete Krammer den späten Start.
UMTS-Start noch 2003
tele.ring wolle - u.a.mit dem 1 Cent-Tarif - auch 2003 weiterhin die Preisführerschaft behalten, kündigte Hofkirchner an. Das UMTS-Netz will tele.ring - gemäß den regulatorischen Vorgaben - spätestens am 31. Dezember 2003 anwerfen. Der vergleichsweise niedrige Investitionsbetrag werde auch bei UMTS die Kosten- und Preisführerschaft garantieren, so Krammer. Die reinen UMTS-Investitionen bezifferte Hofkirchner mit einem "einstelligen Millionenbetrag". Einen UMTS-Massenmarkt werde es ab 2005/06 geben, prognostiziert Hofkirchner.
Gute wirtschaftliche Entwicklung
tele.ring war im Mai 2002 von Vodafone/Mannesmann an den US-Telekombetreiber Western Wireless International verkauft worden. Damals sei eine Kreditlinie von 250 Mio. Euro ausgehandelt worden, von der bisher nur 152 Mio. Euro ausgenützt worden seien, so Hofkirchner. "Auf Grund der guten wirtschaftlichen Entwicklung und des beschleunigten Wachstums" werde tele.ring die Kreditlinie insgesamt nur bis 185 Mio. Euro auszunutzen. Infolgedessen müsse tele.ring bei der ersten Rückzahlungsrate im Juni 2004 nur mehr 18 Mio. Euro zurückzahlen, 2005 und 2006 seien weitere drei Raten zu je 55 Mio. Euro fällig. tele.ring beschäftigt derzeit 550 Mitarbeiter.
Marktanteilsverhältnisse
Auf die vom Telekom-Regulator ausgewiesenen Marktanteilsverhältnisse am heimischen Mobilfunkmarkt gibt tele.ring nichts: "In Österreich sind demnach 6,5 Mio. SIM-Karten erfasst, darunter auch solche, die in Parkschein- oder Stromfernablesegeräten eingebaut sind". tele.ring erfasse hingegen ausschließlich aktive Handykunden, die binnen drei Monaten zumindest einmal telefonieren.
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