Dienstag, 25. Februar 2003

Eichel: Keine Täuschung bei Telekom-Börsengang

  • One2One-Wertdifferenzen: Sache von Vorstand und Aufsichtsrat

Der deutsche Finanzminister Hans Eichel schließt eine bewusste Täuschung der Anleger bei der dritten Ausgabe von Aktien der Deutschen Telekom 2000 aus. Allerdings räumte der Minister mit Blick auf den Erwerb der britischen Mobilfunkfirma One2One für rund 10 Mrd. Euro ein, dass es beim Kauf von Unternehmen unterschiedliche Bewertungen gegeben habe. Dies müssten aber Vorstand und Aufsichtsrat untereinander ausmachen, sagte der Minister am Dienstag in Berlin. Eichel verwies auch auf andere Unternehmen, in denen es vergleichbare umstrittene Käufe gab.

Der Finanzminister reagierte damit auf Vorwürfe, der Telekom-Vorstand habe im Zusammenhang der One2One-Übernahme 1999 möglicherweise milliardenschwere Risiken verschwiegen, und der Ausgabekurs der dritten Aktientranche könnte daher überhöht gewesen sein. Die Telekom hatte dies bereits strikt zurückgewiesen. Der Bund hatte 2000 bei einem Ausgabekurs von 66 Euro rund 15 Mrd. Euro aus dem Verkauf eines Aktienpaketes eingenommen. Zuvor waren bereits im November 1996 (14,50 Euro oder 28,50 DM) und Mitte 1999 (39,50 Euro) Telekom-Aktien platziert worden.

Weitere Informationen:

  • Deutsche Telekom

    25.2.2003 11:51