Mittwoch, 26. Februar 2003

HP-Gewinn übertrifft Analystenprognose

  • 877 Mio. Dollar vor Sonderposten

Der US-Computer- und Druckerhersteller Hewlett-Packard(HP) hat durch Kostensenkungen und einen geringeren operativen Verlust im Firmengeschäft im ersten Geschäftsquartal beim Gewinn nach Sonderposten die durchschnittliche Analystenprognose übertroffen. HP bestätigte zugleich die Gewinnprognose für das zweite Quartal.

In den am 31. Jänner abgeschlossenen ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres sei vor Sonderposten ein Gewinn von 877 Mio. Dollar (814 Mio. Euro) oder 0,29 Dollar je Aktie erzielt worden, teilte der im kalifornischen Palo Alto ansässige Konzern am Dienstag nach Börsenschluss mit. Der Umsatz habe 17,9 Mrd. Dollar betragen.

Analysten hatten vor Sonderposten im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 0,28 Dollar bei einem Erlös von 18,48 Mrd. Dollar erwartet. Nach Sonderposten habe der Gewinn 721 Mio. Dollar oder 0,24 Dollar je Aktie betragen, hieß es weiter.

Gewinnprognose bestätigt
Zugleich bestätigte der Konzern die Gewinnprognose der Analysten für das zweite Quartal des laufenden Jahres. Der Gewinn je Aktie werde - nicht auf Basis der Generally Accepted Accounting Principles (GAAP) - 27 Cent betragen.

Die Brutto-Gewinnspanne sei auf 26,5 Prozent von 25,9 Prozent vor einem Jahr ausgeweitet worden, teilte der weltweit zweitgrößte Computerhersteller mit. Das seit Mai 2002 mit Compaq Computer fusionierte Unternehmen mache gute Fortschritte bei Kostenstrukturen und beim Zugewinn von Marktanteilen.

Zunahme von PC-Käufen
Die Hewlett-Packard Co, Palo Alto, rechnet nicht mit einer erheblichen Zunahme von PC-Käufen durch Geschäftskunden in den Regionen Europa, Naher Osten und Afrika. Ein solcher Boom war von Analysten und Technologiezulieferer lange Zeit erwartet worden, da die Computergeneration, die zum Jahreswechsel 2000 gekauft wurde, nun ihrer Ansicht nach veraltet ist und ersetzt werden muss. Insbesondere Halbleiterhersteller hatten auf die Erneuerung der PC gesetzt, was die Umsätze im zweiten Halbjahr steigen lassen sollte. Hewlett-Packard versetzt dieser Einschätzung einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge nun einen Dämpfer.

So ersetzten zwar einige Unternehmenskunden ihre Computer, doch nicht so massiv wie vorhergesehen, sagte der für die Regionen Europa, Naher Osten und Afrika zuständige Managing Director des Unternehmens, Kasper Rorsted, dem "Wall Street Journal". Auch für die kommenden zwölf Monate dürften die Aufträge nur "tröpfchenweise" einlaufen.

Weitere Informationen:

  • HP-Website

    26.2.2003 10:20