Donnerstag, 27. Februar 2003

Vitueller Marsch der Friedensaktivisten blockiert Kapitol

  • Mehr als eine Mio. Anrufe an Senat und Weißes Haus

Friedensaktivisten in den USA demonstrieren nicht länger auf den Straßen sondern in den Kommunikationsnetzen für eine friedliche Lösung der Irakkrise. In einen "virtuellen Marsch" auf das Kapitol legten sie am Mittwoch mit einer Flut von Anrufen und E-Mails die Kommunikationsverbindungen zum Senat und dem Weißen Haus lahm. Nach Angaben der Organisatoren der Bewegung "Win Without War" haben sich mehr als eine Mio. US-Bürger an der Aktion beteiligt.

"Mehr als eine Mio. Anrufe wurden in acht Stunden getätigt. Bei vielen Abgeordneten und im Weißen Haus läuteten die Telefone zumindest zwei Mal in der Minute", erklärte Tom Andrews, ein früherer Abgeordneter und National Director von Win Without War. Die Organisatoren der Bewegung hatten ihre Aktion am vergangenen Mittwoch angekündigt. Mehr als 500.000 Personen hatten sich seitdem registriert, um an der Aktion teilzunehmen. Der virtuelle Marsch auf das Kapitol wurde von mehr als 32 Organisationen und vielen prominenten Persönlichkeiten in den USA unterstützt.

Promi-Botschaft
"Unsere Botschaft an Washington wird klar sein: 'Keine Invasion im Irak!'", sagte Schauspieler Martin Sheen bei einer Pressekonferenz des Anti-Kriegs-Projekts Win Without War. Sheen ist als Darsteller des US-Präsidenten in der Fernsehsendung "West Wing" besonders geeignet für die Kampagne. Die USA könnten den irakischen Machthaber Saddam Hussein auch in seine Grenzen weisen, "ohne unschuldige Menschen zu töten", sagte Sheen weiter. An dem Projekt sind außerdem die Film- und Regiegrößen Oliver Stone, Robert Altman, Jane Fonda, Barbara Streisand, Susan Sarandon, Robert Redford und Sean Penn sowie Popstar Madonna beteiligt. (pte/red)

Weitere Informationen:

  • Win-Without-War-Website

    27.2.2003 11:42