Deutsche IT-Branche hat wieder Grund zur Hoffnung
- Unternehmen wollen Ausgaben stabil halten
Die krisengeschüttelte deutschen Computer- und Telekommunikationsbranche hat wieder Grund zur Hoffnung: Knapp drei Viertel der deutschen Firmen wollen in den kommenden zwei Jahren die Ausgaben für Informationstechnologie auf konstantem Niveau halten, wie eine Umfrage unter 130 IT-Chefs ergab, die die Unternehmensberatung Cap Gemini Ernst & Young am Montag in München präsentierte. In der Vergangenheit waren die IT-Budgets stark geschrumpft.
Jeweils fünf Prozent der befragten Firmen rechneten mit steigenden beziehungsweise sinkenden IT-Investitionen, erläuterte Heinz Brommundt, Technologie-Experte bei Cap Gemini. Der Studie zufolge arbeitet jedes dritte deutsche Unternehmen mit veralteten Computersystemen. Die meisten Befragten fürchteten jedoch den enorm hohen Aufwand für die Modernisierung.
Laut Brommundt wechselten die meisten befragten Unternehmen wegen der Konjunkturflaute ihre IT-Strategie: Früher sei vor allem die neueste Technik gefragt gewesen, heute solle bereits mit niedrigen Ausgaben viel erreicht werden. Die Firmen setzen auf Technologien, die Arbeitsabläufe automatisieren und dadurch Kosten sparen, wie es in der Studie weiter heißt.
Der Umfrage zufolge interessieren sich die Unternehmen besonders für neue Internet-Portale für Mitarbeiter, Kunden oder Geschäftspartner, für bessere Ausnutzung der vorhandenen IT-Infrastruktur sowie für die Harmonisierung von Prozessen. Jeder zweite Befragte wolle vor allem am Personal sparen. Von der CeBIT erhofften sich nur wenige deutliche positive Zeichen. Die weltgrößte Computermesse findet vom 12. bis 19. März in Hannover statt.
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