Nikolas Hayek - Seine Swatch feiert den 20.Geburtstag
- Der gebürtige Libanese erfand die legendäre Kult-Uhr
- Hayek wurde zum Retter der Schweizer Uhrenindustrie
Nicolas Hayek und Swatch sind zwei Namen, welche die schweizerische Industriegeschichte in den letzten 20 Jahren nachhaltig geprägt haben. Beide haben wesentlich dazu beigetragen, dass die eidgenössische Uhrenindustrie wieder an die Weltspitze zurück gekehrt ist und beide werden in die Geschichte der Zeitmesser eingehen. Der heute 75-jährige Hayek ist Anfang Jänner in Teil-Pension gegangen, bleibt aber Präsident des Verwaltungsrates der Swatch Gruppe.
Hayek wurde 1928 in Libanon als Sohn eines Amerikaners und einer maronitischen Christin geboren. Hayek selbst schloss Ausbildungen in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie ab. 1957 eröffnete er in der Schweiz eine Unternehmensberatungsfirma, die Hayek Engineering. Zu den Kunden der Hayek Engineering gehörten damals namhafte Unternehmen wie Siemens und Nestle, aber auch der Staat Saudi-Arabien oder die Weltbank.
Von Anfang an machte Hayek beim Swatch-Abenteuer mit. Die Schweizerische Gesellschaft für Mikroelektronik und Uhrenindustrie (SMH) war 1983 aus der Fusion der Uhren-Multis SSIH und ASUAG entstanden. Nachdem er schon an der Reorganisation und schließlich an der Fusion der beiden Gruppen mitgearbeitet hatte, übernahm Hayek 1986 zusammen mit andern Schweizer Investoren, darunter der Baustoff-Tycoon Stephan Schmidheiny, die Mehrheit an der SMH.
Ab Juni 1986 war Nicolas Hayek Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates sowie Präsident der Generaldirektion der SMH. Nach dem Ausscheiden Ernst Thomkes aus der Generaldirektion im Jahr 1991 und dem Rückzug Schmidheinys aus dem Aktionärspool wurde Hayek mit seiner Aktienmehrheit definitiv zum eigentlichen Patron der SMH.
Wichtige Rolle Hayeks
Hayek spielte zweifellos eine entscheidende Rolle in der Erfolgsgeschichte der SMH, respektive der Swatch Group. Unter dem Dach der Swatch-Gruppe befinden sich heute unter anderem bekannte Uhrenmarken wie Blancpain, Breguet, Jaquet Droz, Glashütte, Omega, Longines, Tissot oder Rado. Die Gruppe ist aber auch in anderen Bereichen wie etwa in der Telekommunikation tätig.
Der "Hayek-Stil" setzt sich deutlich von der üblichen Diskretion in der Welt der Schweizer Uhrenhersteller ab. Der Swatch-Chef scheut öffentliche Auftritte keineswegs, sammelt Manager-Auszeichnungen und ist jederzeit für eine Überraschung gut. Zuletzt, im November des Vorjahres, erhielt der Erfinder der legendären Schweizer Uhr den höchsten Orden der Republik Österreich, das "Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern".
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