Freitag, 28. Februar 2003

Jänner-Inflation sank auf 1,7 %

  • Autofahren: Treibstoffe und Kfz-Versicherungen stark verteuert
  • HVPI legte wie der VPI um 1,7 Prozent zu

Die Inflationsrate ist in Österreich im Jänner 2003 wieder leicht gesunken, allerdings ist Autofahren durch höhere Treibstoffpreise und teurere Kfz-Versicherungen erheblich kostspieliger geworden. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresabstand um 1,7 Prozent, nach einem Plus von 1,8 Prozent im Dezember und je 1,7 Prozent im November und Oktober. Gegenüber dem Vormonat Dezember hat sich das allgemeine Preisniveau um 0,2 Prozent erhöht, gab die Statistik Austria heute, Freitag, bekannt.

Stark verteuert haben sich im Jahresabstand Treibstoffe und Kfz-Versicherungen. Superbenzin kostete diesen Jänner um 9 Prozent mehr als vor einem Jahr, Normalbenzin um 8 Prozent mehr und Diesel um 6 Prozent mehr. Autoversicherungen wurden um 5 Prozent teurer, Haftpflichtversicherungen um 6 Prozent. Die daraus resultierende deutliche Mehrbelastung für Autofahrer schlug sich in einem spürbaren Anstieg des Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr um 3,4 Prozent nieder.

Der für die Währungsunion berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs lag im Jänner ebenfalls um 1,7 Prozent über dem Vorjahr, wie auch schon in den Monaten Oktober bis Dezember. Gegenüber dem Vormonat Dezember erhöhten sich die Preise beim HVPI - wie beim nationalen VPI - um durchschnittlich 0,2 Prozent.

Teurer Verkehr
Verkehrsdienstleistungen wurden im Jahresabstand mit 10,7 Prozent empfindlich teurer, Flugtickets zum Beispiel um 19 Prozent. Der Bereich Wohnen (+1,3 Prozent) trug ebenfalls mit einem Sechstel zur Teuerung bei: Hier ergaben sich Preissteigerungen von 5,8 Prozent bei Wohnungsmieten gegenüber dem Vorjahr. Preissenkungen gegenüber dem Vorjahr gab es weiterhin bei der Nachrichtenübermittlung (-2,4 Prozent) mit Verbilligungen bei Telefondienstleitungen (-1,5 Prozent) und bei Telefonapparaten (-15,2 Prozent)

Im Vergleich zum Vormonat Dezember gab es die größten Preissenkungen auf Grund des Winterschlussverkaufes bei Bekleidung und Schuhen (-4,5 Prozent), wobei vor allem die Bekleidungsartikel (-6 Prozent) für die Preisrückgänge verantwortlich waren. Damenbekleidung wurde um 7 Prozent billiger, Herrenbekleidung verzeichnete Rückgänge um durchschnittlich 5 Prozent.

Beim Verkehr verteuerten sich im Monatsabstand Verkehrsdienstleistungen (+6,9 Prozent; Flugticket +14 Prozent) und andererseits private Verkehrsmittel (+1,9 Prozent). Im Zusammenhang mit der Irak-Krise stiegen die Preise für Kraftstoffe und Schmiermittel (+4 Prozent), bei Normalbenzin um +3 Prozent sowie bei Superbenzin und Diesel je +4 Prozent.

Indexstand
Der Indexstand des Verbraucherpreisindex (VPI) für den Monat Jänner betrug 105,4 (2000=100) nach 105,2 im Dezember. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) lag im Jänner bei 109,7 (1996=100) nach 109,5 im Dezember.

28.2.2003 10:13