Früherer Autoverleiherer Kalal in Privatkonkurs
- Forderungen im Umfang von 6,7 Millionen Euro anerkannt
Der frühere Autoverleiher Franz Kalal, wegen seiner Verwicklung in die Affäre Hummelbrunner zu einer Haftstrafe verurteilt und im Juni 2000 bedingt entlassen, ist in Privatkonkurs gegangen. Laut Kreditschutzverband (KSV) haben zwölf Gläubiger Forderungen im Umfang von rund 10,4 Millionen Euro geltend gemacht. Masseverwalterin Ulla Reisch habe vorläufig 6,7 Millionen Euro anerkannt. Heute, Donnerstag, fand im Bezirksgericht Döbling in Wien die Prüfungstagsatzung statt.
Kalal lebt laut KSV von einer kleinen Gewerbepension, Vermögen besitzt er nicht mehr. Möglicherweise erhalten die Gläubiger aus einer stillen Beteiligung eine minimale Entschädigung.
Allerdings hängt es von den Gläubigern ab, ob sie bereit sind, Kalal durch die Annahme eines Zahlungsplans zu entschulden. Diesbezügliche Anträge seien vorläufig nicht gestellt worden. "Erwartungen an eine entsprechend hohe Quote sind auf Grund der Höhe der Verbindlichkeiten im Bereich der Utopie angesiedelt", erklärte der KSV.
Der einstige Autoverleiher ("Auto hin - Kalal her") war 1998 wegen versuchter Erpressung der russischstämmigen Geschäftsfrau Walentina Hummelbrunner in Krems zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Im Oktober 2000 war er von einem Wiener Schöffengericht vom Vorwurf des schweren Betrugs im Zusammenhang mit der Umwandlung eines Hotels in eine Seniorenresidenz freigesprochen worden.
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