Bauholding Strabag kehrt Börse den Rücken
- Abfindung für Streubesitz - HV beschließt Delisting am 26. Juni
- Angebot lautet auf 70 Euro je Aktie
Österreichs größter Baukonzern, die Bauholding Strabag um den Kärntner Industriellen Hans-Peter Haselsteiner, will der Wiener Börse den Rücken kehren. Wie das Unternehmen in einer Ad hoc-Information vom Donnerstag mitteilte, soll der Streubesitz von rund 8,62 Prozent abgespalten und mit 70 Euro je Aktie abgefunden werden. Der entsprechende Beschluss dazu soll am 26. Juni 2003 von der Hauptversammlung (HV) gefasst werden.
Nach Zustimmung der Aktionäre und nach Abwicklung der erforderlichen gesellschaftsrechtlichen Schritte (ein bis zwei Monate nach der HV) würden die börserechtlichen Zulassungserfordernisse für die Aufrechterhaltung der Notiz der Bauholding Strabag-Aktien an der Wiener Börse entfallen, hieß es weiter. Dem entsprechend werde die Zulassung zu widerrufen sein.
Abfindung der Kleinaktionäre
Von den Kernaktionären der Bauholding Strabag wollen sich UNIQA und Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien zu jeweils gleichen Teilen an der Abfindung der Kleinaktionäre des größten österreichischen Bauunternehmens beteiligen. Dies gab UNIQA heute, Donnerstag, in einer Pflichtmitteilung bekannt.
Das Angebot für den Streubesitz lautet auf 70 Euro je Aktie, es liegt fast 20 Prozent über dem gestrigen Schlusskurs von 58,34 Euro. Nach Ablöse des Streubesitzes werden UNIQA und Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien an der Bauholding Strabag (wie ursprünglich an der BIBAG) gemeinsam knapp unter 50 Prozent beteiligt sein, wobei die Anteile je zur Hälfte gehalten werden.
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