Donnerstag, 27. Februar 2003

BBAG-Mutter Schwechat geht von Börse ab

  • Drei Abfindungs-Angebote - Streubesitz wird abgespaltet
  • Je Schwechat-Aktie 87 Euro Cash oder später BBAG-Aktien

Die Brauerei Schwechat AG, bisher Mutterholding der österreichischen Brau Beteiligungs AG (BBAG), zieht sich jetzt von der Börse zurück. Für die weniger als 3 Prozent Streubesitzaktien wurde nun eine wahlweise Abfindung in bar oder ein Tausch in BBAG-Aktien fixiert.

Zunächst wird der Streubesitz abgespalten. Die Anleger erhalten für jede Schwechat-Aktie eine Barabfindung von 87 Euro oder eine Aktie der eigens für diese Spaltung gegründete Gesellschaft "BETA-AG". Zu jeder BETA-Aktie werde es eine Zuzahlung von 86 Euro geben, erklärte Ludwig Beurle, Sprecher des Schwechat-Vorstandes am Donnerstagfrüh in einer Mitteilung.

3 Abfindungs-Varianten
Zusätzlich werde es eine dritte Variante der Abfindung geben: Bei der Schwechat-Hauptversammlung in vier Wochen werde die "Getränke-Beteiligungs AG (GeBAG)" als Schwechat-Mehrheitseigentümerin den Publikumsaktionären eine weitere Wahlmöglichkeit einräumen: Für eine BETA-Aktie (samt Zuzahlung) können die Streubesitz-Aktionäre auch eine BBAG-Aktie und eine von ihrem Marktwert abhängige Zuzahlung erhalten, wurde heute bekannt gegeben. Auf diese Weise könnten die bisherigen Schwechat-Aktionäre ihr "Bieraktien-Engagement" auf BBAG-Ebene fortsetzen.

"Strukturbereinigung"
Mit der Abspaltung des Streubesitzes und dem Rückzug der Brauerei Schwechat AG von der Börse setzt der größte Getränke-Beteiligungskonzern Österreichs die Strukturbereinigung im "Oberbau" fort. In den letzten Wochen waren bereits mehrere verschachtelte Holdings zur "Getränke Beteiligungs AG (GeBAG) fusioniert worden, die seit Anfang Februar 97,7 Prozent der Stimmrechtsanteile an der Brauerei Schwechat AG hielt. Nun steht der letzte Bereinigungsschritt an.

27.2.2003 08:42