Dienstag, 25. Februar 2003

Tourismus trotz Konjunkturflaute optimistisch

  • Guter Jahresbeginn für den Wien-Tourismus (Kasten)
  • Für Sommer wird 3-prozentiges Umsatzplus erwartet

Österreichs Touristiker zeigen sich für die kommende Sommersaison 2003 vorsichtig optimistisch. Die Österreich Werbung erwarte im Sommer ein dreiprozentiges Umsatzplus bei einer Stagnation der Nächtigungen, hieß es am Dienstag in Wien. Als große Unsicherheitsfaktoren gelten allerdings die weiter andauernde Konjunkturflaute und der drohende Irakkrieg.

Es wäre möglich, dass im Sommer auf Grund der Kriegsangst vielfach auf Fernreisen verzichtet werde und mehr Gäste aus den Nahmärkten in Österreich urlauben, meinte ÖW-Sprecherin Christa Lausenhammer. Einbußen durch geändertes Reiseverhalten auf Grund der Konjunkturschwäche könnten dadurch möglicherweise ausgeglichen werden. Die Touristiker bangen vor allem um die deutschen Gäste, die 44 Prozent der Sommerurlauber in Österreich stellen.

Um verstärkt Urlauber aus den Nahmärkten nach Österreich zu locken, verstärke die ÖW in diesem Sommer die Initiativen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und zusätzlich in Frankreich und Großbritannien, kündigte Lausenhammer an. Das Budget für die Nahmärkte wurde von knapp über 2 Mio. Euro auf 2,78 Mio. Euro aufgestockt. Weitere Schwerpunkte der ÖW-Sommerkampagnen sind der Jugendtourismus, Wasser, Wellness, Internetbuchungen sowie Gästebindungsprogramme und Kooperationen. In der vergangenen Sommersaison 2002 stiegen die Nächtigungen um 1,6 Prozent auf 60,2 Mio. Euro, die Umsätze erhöhten sich um 6,3 Prozent auf 8,5 Mrd. Euro.

Die noch bis April dauernde Wintersaison sei über Weihnachten "sehr erfolgreich" verlaufen, auch das sprichwörtliche Jännerloch sei durch kurzfristige Buchungen aufgefüllt worden, zog Tourismusstaatssekretärin Mares Rossmann eine vorläufige Bilanz. Derzeit sei die Schneelage zufrieden stellend, ein Fragezeichen bleibe allerdings noch der späte Ostertermin, da einige Betriebe da bereits geschlossen hätten.

25.2.2003 12:56