Rekordverlust für Credit Suisse von 2,25 Mrd.Euro
- Zweitgrößte Schweizer Bank streicht 1.250 Stellen
- Keine Dividende

Auch das Bankenparadies Schweiz bleibt von der Krise nicht verschont: Die Schweizer Großbank Credit Suisse verkündete am Dienstag den Rekordverlust von 3,3 Mrd. Schweizer Franken (2,25 Mrd. Euro) für 2002. Im Vorjahr hatte das Institut noch ein Plus von 1,6 Mrd. Franken erzielt. Die zweitgrößte Schweizer Bank versicherte aber, dieses Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben zu wollen.
Zugleich kündigte Credit Suisse an, 1.250 Stellen streichen zu wollen: 900 im Bankenbereich und 350 bei der Winterthur Versicherung. Vorgeschlagen wurde eine Dividende von 10 Rappen pro Aktie - nach zwei Franken im Vorjahr.
Allein im vierten Quartal 2002 betrug den Angaben zufolge der Nettoverlust 950 Mio. Franken. Grund dafür seien unter anderem die anhaltende Schwäche der weltweiten Finanzmärkte, Sonderfaktoren sowie eine Änderung der Rechnungslegung zur Aktivierung von Steuerguthaben, erklärte Credit Suisse. Im dritten Quartal hatte der Verlust noch 2,1 Mrd. Schweizer Franken betragen.
Die Börse reagierte negativ auf die Bekanntgabe der Ergebnisse, die Credit Suisse allerdings schon im Jänner auf vorläufiger Basis angekündigt hatte. An der Zürcher Börse fiel der Kurs am Morgen um 2,6 Prozent auf 26,3 Schweizer Franken.
Der Wegfall von 900 Stellen soll im Bereich Finanzdienstleistungen geschehen. In der Abteilung Credit Suisse Financial Services (CSFS) waren schon im vergangenen Jahr 290 Stellen gestrichen worden. Mit Blick auf das Jahr 2003 zeigte sich Credit Suisse "angesichts des anhaltend anspruchsvollen Marktumfelds und der weltpolitischen Unsicherheiten" vorsichtig. Erwartet werde aber eine Rückkehr zur Profitabilität.
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