Mittwoch, 26. Februar 2003

Daum im Unterview: "Will Jammerzirkel zerschlagen"

  • Zur Drogen-Affäre: "Wurde hingerichtet, geteert und gevierteilt"
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Im Interview mit dem neuen Sportmagazin fiel Austria-Trainer Christoph Daum mit einigen rhetorischen Kostproben auf. Er wolle etwa in Österreich die "Jammerzirkel" zerschlagen, die ihm schon bald nach Amtsantritt aufgefallen seien. "Ich stelle ein genetisch mitgegebenes Kaffeehausverhalten fest", so der Ex-Bayer Leverkusen-Coach.

Auch die hohe Anzahl der Durchschnittslegionäre in der T-Mobile-Bundesliga ist für den Deutschen nicht nachvollziehbar: "Mir scheint, als hätten Vereinspräsidenten Urlaub am Plattensee gemacht und sich vier Kellner mitgenommen." Auch die Konkurrenz für die Austria könnte größer sein: "Meine Spieler werden in internen Trainingsspielen oft mehr gefordert als in der Meisterschaft."

Daum sprach auch über seine Drogen-Affäre. Als er "gelegentlich" zu Kokain gegriffen habe, sei das ähnlich gewesen wie Kaffee zu trinken, nur mit statt ohne Zucker. "Drogen spielen in meinem Leben keine Rolle. Der Haartest war der größte Betrug. Aber in Deutschland hat man einfach draufgehauen: Ich wurde hingerichtet, geteert und gevierteilt - ohne juristische Grundlage."

26.2.2003 11:49