Platz 2 als neues Objekt der Bundesligisten-Begierde
- Nur Sturm und Rapid haben CL-Quali-Platz zum Ziel erkoren
- PLUS: Alles zur Bundesliga-Saison 2002/03!
·Wieder Sieg!
Austria gewinnt in Kärnten 3:1
·4:1-Heimsieg
Der FC Schachner marschiert weiter
·Kampfansage
Daum will Titel und Cupsieg!
·Die Umfrage: Wer wird BL-Meister?
Heißt der Meister wieder Austria oder packt's GAK
·JETZT MITREDEN: FUSSBALL-FORUM
Ihre Meinung zu den großen Fußball-Ligen!
·ALLE INFOS ZUR BUNDESLIGA!
Die Abschlusstabelle
der Saison 2003/04
·Welcher Trainer
geht als nächster?
UMFRAGE: Wessen Stuhl ist am unsichersten?
Wenn am Wochenende die erste komplette Frühjahrsrunde in der österreichischen T-Mobile Fußball-Bundesliga über die Bühne geht, fällt gleichzeitig der Startschuss zur "Meisterschaft in der Meisterschaft". Angesichts des Solo-Laufs der Wiener Austria fokussieren sich die Interessen der übrigen Klubs in der oberen Tabellenhälfte auf ein Objekt der Begierde, den zweiten Platz in der Endabrechnung, der zum vorläufig letzten Mal zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt.
Durch das zuletzt schlechte Abschneiden der heimischen Vertreter auf europäischer Ebene ging der wichtige 15. Platz in der UEFA-Wertung verloren. Ab der Europacup-Saison 2004/05 stellt Österreich daher mit dem Meister nur noch einen Aspiranten auf die Teilnahme an der Fußball-Königsklasse, was sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern wird, sollten Leistungsexplosionen in den internationalen Bewerben ausbleiben. Bei einer möglichen länger währenden nationalen Dominanz der Austria könnte den restlichen Klubs der Zugang zur Elite-Liga auf Jahre hinaus verwehrt bleiben.
Gerangel um Platz 2
"Diese Möglichkeit ist leider realistisch", gibt Rapid-Manager Werner Kuhn zu. Die Hütteldorfer sind neben Sturm Graz der einzige Verein, der sich den Vize-Meistertitel vor dem Beginn der Frühjahressaison explizit zum Ziel gesetzt hat. Derzeit steht der Sensationsaufsteiger Pasching mit 33 Punkten aus 22 Spielen auf dem begehrten zweiten Rang, gefolgt von der punktegleichen Foda-Elf Sturm Graz, die allerdings ein Spiel mehr ausgetragen hat. Auf Platz vier rangiert mit SV Ried (30 Punkte/21 Spiele) ein weiteres Überraschungsteam. Die übrigen Anwärter heißen wohl Rapid (30/21) und GAK (29/22).
Kartnig denkt ans Abspecken
Auf Grund der knappen Abstände spricht Kuhn von einer "sehr schwierigen Ausgangslage. Aber wir nehmen Platz zwei als absolute Vorgabe und werden konsequent daran arbeiten, dass wir es schaffen." Drastischer formuliert Sturm-Boss Hannes Kartnig seine Erwartungen. "Das wäre für uns immens wichtig, denn wir wären in der Qualifikation ja auch gesetzt. Ich verlange den zweiten Platz von Spielern, Management und Trainer. Sollte er nicht erreicht werden, müssen wir abspecken", droht Kartnig, der Pasching als härtesten Konkurrenten sieht.
Roitinger schüttelt den Kopf
Beim oberösterreichischen Dorf-Klub kann man mit solchen Vorschusslorbeeren wenig anfangen. "Natürlich wäre das ein Wahnsinn. Wir haben aber schon erreicht, was wir wollten, und müssen die Kirche im Dorf lassen. Dass wir jetzt Zweiter sind, sagt nichts, denn die Tabelle hat nur ein Mal Aussagekraft, und das ist am Schluss", betont Manager Stefan Reiter. Rieds Sportdirektor Klaus Roitinger hat für Champions-League-Spekulationen nur Kopfschütteln übrig. "Daran haben wir noch nicht einmal einen Gedanken verschwendet."
GAK hat Blut geleckt
Der GAK hingegen hat nach überwundener Krise und gelungenem Frühjahresstart wieder Blut geleckt. "Der zweite Platz ist für uns nicht existenzerforderlich, aber sicher möglich. Ich denke auf jeden Fall daran", sagt Manager Günther Koschak, der aber auch schon mit einem UEFA-Cup-Platz "sehr zufrieden" wäre.
