Triste WM-Bilanz für Österreichs Langläufer
- Walter Mayer vor Rückkehr in Traineramt
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Die Kombinierer bei der Siegesfeier
Die Weltmeisterschaften im Val di Fiemme vermochten den verpatzten Winter des österreichischen Langlauf-Teams nicht zu retten - die Bilanz der Titelkämpfe fiel aus ÖSV-Sicht trist aus. Der 13. Staffelrang und der beim Höhepunkt nicht in Hochform befindliche Christian Hoffmann können als Beweis dafür gelten, dass in der Vorbereitung sehr viel falsch gelaufen ist. "Auch eine Medaille hätte nichts beschönigt, seit Ramsau 1999 ist kein Läufer aufgerückt", merkte Ex-Staffel-Weltmeister Markus Gandler kritisch an.
Im Falle Hofmanns schmerzte der Rückfall besonders. "Ich habe brutal mehr trainiert als in den letzten Jahren, die Tests im Sommer waren super, leider war ich dieses Mal zur falschen Zeit in Form", sagte der Zweite des Jänner-Weltcups in Nove Mesto. Das Faktum, dass die jüngeren Läufer wie Johannes Eder und Jürgen Pinter die Vorbereitung mit zahlreichen Höhentrainingslagern nicht verkraftet haben, kennt er aus eigener Erfahrung. "Ich habe vor sieben, acht Jahren als Junger die gleiche Erfahrung gemacht, war eine Saison völlig schlecht und in der nächsten ging es dann sehr gut." Der kommende Winter wird für Hoffmann jedenfalls eine Zwischensaison sein, danach wird für die WM 2005 neu aufgebaut.
Mayer vor Rückkehr ins Traineramt
Das Debakal im Fleimstal - von der Kritik müssen Michail Botwinow (gute WM-Leistungen nach schwachem Saisonbeginn) und Roland Diethard ausgenommen werden - wird zu Änderungen in der Führung der Langlauf-Sparte führen. Obwohl alles erst mit ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel abgesprochen werden muss, tendiert Sportdirektor Walter Mayer dazu, die organisatorische Arbeit abzugeben und wieder als Trainer direkt mit den Athleten zu arbeiten. In dieser Position kommen die Stärken des Salzburgers besser zur Geltung. "Die Frage ist, ob ich weiter für Langlauf und Biathlon arbeite, oder nur für eine Sparte", meinte Mayer.
Drei Läufer beenden Karriere
Aus dem WM-Team von 2003 beenden drei Läufer ihre Karrieren, dürften aber alle drei dem Langlauf erhalten bleiben. Walcher arbeitet bereits als Nachwuchs-Trainer mit einer Gruppe mit sechs Mädchen und zwei Burschen, Reinhard Neuner wird im Materialbereich (Skischliffe) tätig sein und Alexander Marent wurde eine Tätigkeit als Mitarbeiter im Wachs-Team angeboten.
Die ÖSV-Führung steht dem Langlauf absolut positiv gegenüber, ein verstärktes Engagement für den Nachwuchs würde aber erhöhte Kosten bedeuten. So wird diskutiert, Markus Gandler als hauptamtlichen Koordinator einzusetzen. Noch ist nichts spruchreif, den Tiroler, der mit Alois Stadlober gemeinsam eine Firma führt (Veranstaltung von Langlauf-Rennen, Tourismusbereich) würde die Aufgabe aber reizen.
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