Dienstag, 25. Februar 2003

Sprint-WM-Titel an Björgen bzw. Fredriksson

  • Mayer, Neuner bereits in Qualifikation deutlich gescheitert
  • PLUS: Alle Infos zur Noderischen WM in Val di Fiemme

Die Norwegerin Marit Björgen und der Schwede Thobias Fredriksson sind Sprint-Könige der Nordischen Ski-WM im Val di Fiemme. Die dreifache Saisonsiegerin setzte sich am Mittwochabend im Finale vor der Deutschen Claudia Künzel und ihrer Landsfrau Hilde Pedersen durch und Fredriksson, dem Weltcup-Zweiten von Linz, gelang der von seinem Bruder Mathias vor dem Start angekündigte Erfolg.

Es war der Erste in der Karriere des 27-Jährigen, der in Salt Lake City Olympia-Zweiter hinter Tor Arne Hetland gewesen war. Der Titelverteidiger aus Norwegen belegte diesmal Rang drei hinter seinem Landsmann Haavard Bjerkeli.

Norwegen mit 15 Medaillen
Norwegen hat nach 14 von insgesamt 18 Bewerben schon 15 Medaillen (fünf, drei, sieben) errungen, für Schweden war es die vierte (zwei in Gold, zwei in Bronze), für Deutschland die siebente (drei Gold, vier Silber).

Italiens Nordische enttäuschten ihre Fans bei der Heim-WM weiter. Einen Tag nach dem schlechten Abschneiden der Staffel (Rang zehn) schaffte auch Cristian "Zorro" Zorzi die so sehr erhoffte Medaille nicht, er kam nicht einmal ins Finale. Der Lokalmatador scheiterte als Dritter seines Halbfinal-Laufs und belegte nur Rang acht, zwei Plätze hinter seinem Landsmann Freddy Schwienbacher.

ÖSV-Duo enttäuschend
Auch das ÖSV-Sprint-Duo vermochte das nach dem Staffelrennen verdüsterte Bild des österreichischen Langlaufsports nicht aufzuhellen. Marc Mayer und Reinhard Neuner schieden bereits in der Qualifikation aus, als ex aequo 40. verpassten sie den Aufstieg ins Viertelfinale der besten 16 um nicht weniger als 4,16 Sekunden. Auf den Schnellsten, den Lokalmatador Cristian Zorzi, büßten Mayer und Neuner auf der 1.500-m-Runde 8,58 Sekunden ein. Sie befanden sich in prominenter Gesellschaft: Auch Thomas Alsgaard (NOR/42.) und Rene Sommerfeldt (GER/19.) scheiterten.

Der 24-jährige Mayer, WM-15. von Lahti 2001 und im Vorjahr im Val di Fiemme disqualifiziert, fand keine Erklärung für sein schwaches Abschneiden. "Ich habe voll gefightet und bin mir auf der Strecke nicht so schlecht vorgekommen", sagte der enttäuschte Radstädter. "So weit war ich noch nie hinten." Nach guten Platzierungen im Weltcup (Ränge 11,13,14) hatte er auf den Einzug ins Viertelfinale hoffen dürfen, Vater und Sportdirektor Walter Mayer sogar das Halbfinale (Ränge fünf bis acht) als Ziel vorgegeben. Ex-Biathlet Neuner hielt nach eigenen Worten sein Tempo durch, doch das reichte nicht. Der Tiroler hatte wenigstens eine Erklärung: In der unmittelbaren WM-Vorbereitung war er erkrankt, lag mit Fieber im Bett und hatte dann nur noch eine Woche Zeit zum Training.

25.2.2003 14:06