Palander gewinnt Slalom von Yongpyong
- Raich als bester ÖSV-Läufer auf Rang drei
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Kalle Palander hat am Sonntag in Yongpyong den dritten Slalom-Weltcup-Sieg in Serie gefeiert und damit seinen Anspruch auf die kleine Kristallkugel in der Disziplin-Wertung angemeldet. Der 25-jährige Finne verwies bei erneut schwierigen Pistenverhältnissen im "Tal der Drachen" den Italiener Giorgio Rocca (+0,53) und den Österreicher Benjamin Raich (1,44) auf die weiteren Plätze.
Im Slalom-Weltcup liegt Palander nur noch 16 Punkte hinter Weltmeister Ivica Kostelic (CRO), der nur 15. wurde. Im Gesamtweltcup hat Bode Miller mit Platz sechs weiter Boden auf Stephan Eberharter gut gemacht, der US-Star verringerte den Rückstand auf 93 Punkte.
Startnummern-Rennen
Palander nütze am Sonntag seine Startnummer eins im ersten Durchgang optimal aus. "Meine Nummer eins war eine große Hilfe, die Piste brach total. Bode Miller mit Nummer acht hatte schon keine Chance mehr. Nach 15 Fahrern wurde es wieder besser", sprach der Kitzbühel- und Schladming-Sieger die schwierigen Verhältnisse an. "Ich musste so lange auf einen Sieg warten und nun habe ich drei Mal hinter einander gewonnen", so Palander, der aus Nervosität in der vergangenen Nacht nur vier Stunden geschlafen hatte.
Raich fuhr mit großen Schmerzen
Auch Giorgio Rocca (Nummer zwei) und Benjamin Raich (4) profitierten von ihren niedrigen Nummern. Raich fuhr nach seinem schweren Sturz am Samstag im Riesentorlauf mit starken Schmerzen (Prellungen an Knie und Nacken, Kopfweh) und freute sich deshalb umso mehr über den Stockerlplatz: "Es war extrem schwierig, Kalle und Giorgio waren aber eindeutig zu stark heute. Mein erster Lauf war sehr gut, der zweite auch nicht so schlecht. Mir hat nach dem Sturz noch ziemlich alles weh getan, aber die Füße waren okay, das ist das wichtigste." Cheftrainer Toni Giger freute sich mit dem Pitztaler. "Benni hatte einen schweren Sturz, umso höher muss man seine Leistung beurteilen", so der Trainer.
Rainer Schönfelder, zur Halbzeit noch noch auf Platz fünf gelegen, fiel auf Rang 23 zurück. Killian Albrecht verbesserte sich von zwölf auf fünf, Manfred Pranger von 14 auf Position acht. Der Schweizer Silvan Zurbriggen, Überraschungs-Silbermedaillengewinner der WM in St. Moritz, schied im zweiten Durchgang aus.
Gesamtweltcup-Duell Eberharter vs Miller immer dramatischer
Im Gesamtweltcup entwickelt sich der Zweikampf zwischen Miller und Eberharter zum Krimi. Mit den Plätzen drei (Riesentorlauf) und sechs (Slalom) in Yongpyong verringerte der US-Amerikaner den Abstand auf den Tiroler auf 93 Punkte. Eberharter hatte im Riesentorlauf nur den 23. Platz belegt. "Das wird unglaublich spannend. Das gibt einen Thriller bis zum letzten Rennen", sagte Miller. Sechs Rennen sind noch ausständig.
Spannend wird auch der Kampf um die kleine Kristallkugel im Slalom-Weltcup. Kostelic (494 Punkte), den am Sonntag eine Rückenverletzung behinderte, liegt nur noch 16 Punkte vor Palander (478). Dahinter folgen mit Raich (335), Schönfelder (328) und Pranger (280) drei Österreicher. Es stehen noch die Slaloms in Shiga Kogen (Japan) und Lillehammer (Norwegen) auf dem Programm.
