Super G der Damen: Triumph für Götschl
- Meissnitzer hinter Montillet Dritte
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Damen-Super-G
in Innsbruck
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Es scheint, als wäre der Patscherkofel der Berg der Renate Götschl. Fast exakt drei Jahre nach ihrer Gala-Vorstellung in Innsbruck konnte sie den Super G klar für sich entscheiden. Die "Speed Queen" Götschl hat trotz der schweren Knieverletzung im vergangenen März den letzten Super G vor und den ersten nach der WM gewonnen, nur in St. Moritz hatte es bekanntlich nicht geklappt.
"Aber das ist abgehakt, es wollte halt nicht sein", sah Götschl keinen Grund, sich die Freude über ihren 26. Weltcup-Sieg (nun gleichauf mit Michela Figini) trüben zu lassen. Und: Heute wird sie der Abfahrt noch einmal voll Gas geben.
Der Berg des Präsidenten
Von vier Rennen auf dem Patscherkofel, dem Berg von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, hat sie jetzt drei gewonnen und ein Mal Platz zwei belegt. "Zu Hause vor eigenen Fans zu gewinnen, ist immer traumhaft. Dass man den Berg jetzt nach mir benennt, glaube ich aber eher nicht", winkte sie lachend ab.
70 Zentimeter Vorsprung
Nur eine haarsträubende Situation im Mittelteil verhinderte, dass der mit 35.000 Franken (23.923 Euro) belohnte achte Sieg im Super G nicht klarer ausfiel. Am Ende hatte Götschl gerade drei Hundertstel oder 70 Zentimeter Vorsprung auf Montillet, die bei der letzten Zwischenzeit noch 44/100 zurück gelegen war, dann aber die direkteste Linie fand. "Der Fehler war sicher Ausschlag gebend. Aber ich darf mich nicht beklagen. Ich habe mich an sich etwas lasch gefühlt, aber auch derartige Super-Ski gehabt, dass ich sie noch nur gehen lassen musste", so Götschl.
Kristallkugeln möglich
Die Steirerin also als Spezialistin für lange Speed-Serien? Vor drei Jahren hatte sie in Innsbruck ebenfalls Super G und Abfahrt gewonnen und Platz zwei im zweiten Super G belegt. Ein 280-Punkte-Kunststück, dass sie im Jänner vor der WM in Cortina bereits wiederholt hatte. Wenn ihr diesmal in Innsbruck wieder Ähnliches gelingt, ist die eine oder andere Kristallkugel tatsächlich drin.
Spannendes Finish
Im Super G liegt sie nun nur noch 39 Zähler hinter ihrer Freundin Montillet, zwei Rennen stehen noch aus. "Das wird also sicher spannend", so Götschl. Bevor es am Sonntag das nächste und insgesamt vorletzte Super-G-Duell gibt, geht es am Samstag um Abfahrts-Punkte und auch da ist Götschl im Kampf um die Kugel voll dabei. "Allein dass ich um den Gesamtsieg mit fahre, ist schon ein Erfolg. Selbst wenn es nicht klappt, ist diese Saison wegen der Knieverletzung aber ein Super-Erfolg."
Dorfi war sauer
In der Abfahrt sucht auch Michaela Dorfmeister ihren Trost. Während Meissnitzer nach dem Super G über Platz drei strahlte ("Unten hätte ich noch bedingungsloser fahren müssen, ein Platz auf dem Podest ist aber immer ein Traum!"), war Dorfmeister über den knapp verpassten Podestplatz im ersten Rennen als Super-G-Weltmeisterin zunächst sauer. "Vier Hundertstel tun weh. Aber das wichtigste Rennen der Saison habe ich gewonnen, das macht es erträglich."
