Mittwoch, 26. Februar 2003

Anzeige gegen Effenberg wegen Polizisten-Beleidigung

  • Wolfsburg-Star dementiert wilde Verfolgungsjagd
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Stefan Effenberg sorgt wieder einmal für Wirbel. Der umstrittene Fußballer des VfL Wolfsburg soll nach einem Bericht der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" in der Vorwoche Polizisten eine wilde Verfolgungsjagd auf der Autobahn bei Braunschweig geliefert und anschließend einen Beamten als "Arschloch" beleidigt haben. Wie die Polizei Braunschweig am Mittwoch bestätigte, hat ein Ordnungshüter Strafanzeige gegen Effenberg gestellt.

Der Spieler dementierte: "Es gab weder eine wilde Verfolgungsjagd noch habe ich einen Polizisten als Arschloch bezeichnet. Und eine Strafanzeige habe ich bisher auch nicht erhalten." Nach Effenbergs Darstellung waren die Geschehnisse am vergangenen Mittwoch wesentlich undramatischer. "Ich bin lediglich von der Polizei angehalten worden, habe meine Papiere gezeigt und bin, nachdem sie alles kontrolliert hatten, weiter gefahren", sagte er. Bei der Braunschweiger Polizei hieß es dazu, dass die Anzeige gestellt sei, aber das Haus noch nicht verlassen habe.

Polizei bestätigt Beleidigung
Von der Polizei hieß es am Mittwoch dazu: Stefan Effenberg sei sowohl in einer 120 km/h begrenzten Zone als auch in einem Baustellenbereich mit 80 km/h-Begrenzung mit "deutlich überhöhter Geschwindigkeit" gefahren. "Während der gesamten Kontrolle verhielt sich Herr Effenberg distanziert bis unfreundlich". Die Beleidigung ("Arschloch") sei im Wegfahren erfolgt. Nach Abschluss der Ermittlungen sei die Staatsanwaltschaft Braunschweig zuständig.

Der VfL Wolfsburg wollte sich zum Verhalten seines Stars nicht äußern. "Wir kommentieren das nicht, weil es sich offensichtlich um eine private Angelegenheit handelt", sagte VfL-Sprecher Kurt Rippholz.

26.2.2003 13:55