Sonntag, 2. März 2003

SPD-Schlappe jetzt auch in Schleswig-Holstein

  • CDU wird landesweit mit 50,8 Prozent stärkste Partei
  • Stichwahl um Kieler Oberbürgermeister

Die deutsche SPD musste erneut eine Wahlschlappe einstecken: Ein Monat nach ihrer Niederlage in Hessen und Niedersachsen verlor sie am Sonntag auch die Kommunalwahlen im norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein haushoch an die CDU.

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis rutschte die Partei von Ministerpräsidentin Heide Simonis landesweit um 13,1 Prozentpunkte auf nur noch 29,3 Prozent ab. Die CDU legte dagegen ebenfalls zweistellig auf 50,8 Prozent zu. Regierungschefin Simonis gestand die schmerzliche Niederlage der SPD ein. "Begeistert bin ich weiß Gott nicht", sagte die Ministerpräsidentin. Sie habe in der Endphase des Wahlkampfs Rückenwind verspürt und daher mit diesem Ergebnis nicht gerechnet.

In der Landeshauptstadt Kiel verfehlte die CDU-Oberbürgermeisterkandidatin Angelika Volquartz nur knapp den Sieg im ersten Wahlgang und geht nun als Favoritin in die Stichwahl in zwei Wochen. In Lübeck eroberte die CDU hingegen mit 50,0 Prozent knapp die absolute Mehrheit, während die SPD in der Hansestadt von 41,2 auf nur noch 32,4 Prozent abrutschte. In Flensburg kamen die CDU auf 37, die SPD auf 24,9, der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) auf 24,2 und die Grünen auf 10,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung sank am Sonntag im nördlichsten Bundesland auf ein neues Rekordtief von nur noch 54,4 Prozent. Bei den letzten Kommunalwahlen 1998 war sie mit 62,8 Prozent noch deutlich höher gelegen.

2.3.2003 21:59