USA besorgt über Israels Vorgehen vs. Palästinenser
- Acht Tote und 38 Verletzte bei Armee-Vorstoß in Gaza
- Armee rückt mit Panzerfahrzeugen in Flüchtlingslager ein
Die USA haben Israel am Montag aufgefordert, bei Militäraktionen in den palästinensischen Gebieten den Tod unschuldiger Zivilisten zu verhindern. "Wir sind weiterhin ernsthaft über Zivilopfer besorgt und haben die israelische Regierung aufgefordert, alle Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um Tod oder Verletzung unschuldiger Zivilisten und Schäden an der zivilen oder humanitären Infrastruktur zu verhindern", sagte US-Außenamtssprecher Richard Boucher in Washington. "Wir sind gegen die Zerstörung von Häusern. Das ist falsch."
Bei der Militäroffensive im Gazastreifen hatten israelische Soldaten am Montag bei einem Vorstoß in ein Flüchtlingslager der Stadt Gaza mindestens acht Palästinenser getötet. 40 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Unter den Toten waren auch ein Jugendlicher und eine Schwangere. 15 Häuser wurden zerstört.
Zahlreiche Tote bei Armeevorstoß in Gaza
Die israelische Armee hat beim Einmarsch in zwei Flüchtlingslager mindestens acht Palästinenser getötet und etwa 38 weitere zum Teil schwer verletzt. Das Militär rückte in der Nacht zum Montag mit Bodentruppen und rund 40 Panzerfahrzeugen in das südlich von Gaza gelegene Lager Burej ein, wie palästinensische Sicherheitskräfte mitteilten.
Unter den Toten waren ein 13-jähriger Bub und eine 50 Jahre alte Frau sowie ein 17-Jähriger. Zudem sei eine schwangere Frau von Trümmern erschlagen worden, als israelische Soldaten die Häuser von zwei mutmaßlichen Selbstmordattentätern und einem gesuchten Extremisten gesprengt hätten. Von den 35 Verletzten in Burej schwebten neun in Lebensgefahr. Im Nachbarlager Nusseirat wurden drei Palästinenser verletzt, einer von ihnen schwer. In israelischen Militärkreisen wurde bestätigt, dass eine Militäraktion im Gange sei. Über Opferzahlen wurden keine Angaben gemacht.
Fahrzeuge seien von Norden aus in das Lager Burej vorgestoßen, die zweite Hälfte sei aus der Richtung der südlich gelegenen jüdischen Siedlung Kfar Darom gekommen, sagten palästinensische Sicherheitskräfte. Den Angaben zufolge waren an der Aktion mindestens 35 israelische Panzer sowie Kampfhubschrauber beteiligt. Sie sprengten drei Häuser, in denen die Familien von militanten Extremisten wohnten. Einer der Hausbesitzer, Mohammed Taha, ein örtlicher Anführer der radikalen Hamas-Bewegung, und zwei seiner Söhne seien festgenommen worden. In den beiden anderen Gebäuden hatten die Familien zweier Extremisten der Organisation Islamischer Dschihad gewohnt.
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