Samstag, 1. März 2003

Mindestens 16 Tote bei Zugunglück in Taiwan

  • Insassen überlebten Bruchlandung von Rettungshubschrauber

Bei der Entgleisung eines kleinen Touristenzuges (Bild) in Taiwan sind am Samstag mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen, 100 Personen erlitten dem Gesundheitsministerium zufolge zum Teil schwere Verletzungen. Während der Bergungsarbeiten kam es zur Bruchlandung eines Rettungshubschraubers.

Der Zug mit vier Waggons kam vom Berg Alishan herunter. Nachdem die Lok eine Brücke passiert hatte, entgleisten die Waggons, einer fiel in eine Schlucht, zwei weitere stürzten auf die Seite. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Passagiere sagten Reportern, der Zug sei sehr schnell gefahren.

Fernsehbilder zeigten Rettungskräfte bei dem Versuch, Verletzte auf Baren durch das unwegsame, dicht bewaldete Gelände zu tragen. Die Sanitäter und Feuerwehrleute wurden teilweise per Hubschrauber eingeflogen. Die Bruchlandung eines der Hubschrauber überlebten nach Angaben der Nachrichtenagentur CNA alle zehn Personen an Bord. Er stürzte ins Dickicht und viel auf die Seite, die Rotorblätter wurden zerstört.

Die bergige Region Alishan ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in Taiwan. Im Zug saßen viele Familien, die den sonnigen Nachmittag für einen Ausflug nutzen. Die Bergbahn wurde 1912 in Betrieb genommen. Die 72 Kilometer lange Strecke führt über 80 Brücken und durch 50 Tunnel aus subtropischen Klima in Pinienwälder.

1.3.2003 14:46