Südkoreas neuer Präsident Roh vereidigt
- Friedenspolitik Kims soll fortgeführt werden
Der frühere Menschenrechtsanwalt Roh Moo Hyun ist am Dienstag als als neuer südkoreanischer Staatschef vereidigt worden. In einer feierlichen Zeremonie legte der 56-Jährige am Dienstag in Seoul den Amtseid ab. Roh hatte angekündigt, die Nordkorea-Politik seines Vorgängers Kim Dae Jung fortsetzen zu wollen.
Die Amtseinführung des neuen südkoreanischen Staatschefs wurde vom Abschuss einer nordkoreanischen Rakete ins Japanische Meer überschattet.
Kims auf Annäherung gegenüber Pjöngjang ausgerichtete "Sonnenscheinpolitik" werde künftig in "Politik des Friedens und Wohlstands" umbenannt, hatte Roh vor seiner Amtseinführung erklärt.
Ziel sei die "friedliche Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel sowie gemeinsamer Wohlstand". Vor allem seit dem Streit um das nordkoreanische Atomprogramm wurde Kim vorgeworfen, der stalinistischen Führung in Nordkorea zu große Zugeständnissse gemacht zu haben.
Roh riet den nordkoreanischen Nachbarn von der Fortführung ihres Atomprogrammes ab. "Nordkoreas Nuklearentwicklung kann niemals verziehen werden", sagte der 56-jährige vor 45.000 Gästen aus dem In- und Ausland.
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