Kostunica kritisiert UNO-Kriegsverbrechertribunal
Der noch amtierende Präsident von Serbien und Montenegro, Vojislav Kostunica, hat am Montag erneut das UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag kritisiert. In der Tätigkeit des Gerichtshofs gebe es viel zu wenig Recht und sehr viel Politik und Geschichtsschreiberei.
Anlässlich der freiwilligen Überstellung des serbischen Ultranationalisten Vojislav Seselj an das Tribunal sagte Kostunica, laut gültigem Gesetz hätte Seselj nicht ausgeliefert werden dürfen. Der Druck des Tribunals auf Belgrad sei "Besorgnis erregend". Es müsse umgehend Schluss mit neuen Anklagen gegen Serben gemacht werden.
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