Samstag, 1. März 2003

Mord an "Katzenmutti" in Wien noch ungeklärt

  • Firmenbesitzer sprach Freitag um 19.00 Uhr mit 69-Jähriger

Der Samstag früh in Wien-Simmering entdeckte Mord an der in ihrer näheren Umgebung als "Katzenmutti" bekannten Maria Sch. war am Sonntag noch ungeklärt. Die 69-Jährige war Freitag Abend auf einem Firmenareal in der Hallergasse erschlagen worden.

Nach Angaben der Polizei lässt sich nun der Zeitraum, in dem das Verbrechen verübt wurde, etwas einengen: Maria Sch. soll am Freitag um 19.00 Uhr mit dem Besitzer des Firmenareals, einem Transportunternehmer, gesprochen haben. Danach wurde sie, soweit sich vorläufig feststellen ließ, von niemandem mehr gesehen. Die Ermittler schließen nicht aus, dass die Bluttat bald nach 19.00 Uhr geschah. Die Tatwaffe wurde vorerst nicht gefunden. Neben der Leiche lag zwar ein Stück Holz, das zunächst in Frage zu kommen schien, dieses wies aber keine Blutspuren auf.

Streit mit Hundebesitzern
Maria Sch. hatte seit 20 Jahren täglich in der Gegend um die Hallergasse streunende Katzen gefüttert. Da dort auch Hunde spazieren geführt werden und die Katzen zu jagen pflegten, war es zwischen der Frau und den Hundebesitzern immer wieder zu verbalen Auseinandersetzungen gekommen.

"Katzenmutti" war alleinstehend
Die 69-Jährige lebte laut Polizei sei Jahren allein. Sie hatte früher als Kellnerin und dann als Heimhilfe gearbeitet und war seit 1989 in Pension.

Polizei bittet um Hinweise
Personen, die Maria Sch. Freitag Abend in der Hallergasse und Umgebung gesehen oder möglicherweise verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich in der Kriminaldirektion 1 bei der Gruppe Fleischhacker unter der Telefonnummer 313-46/36-130 DW zu melden.

1.3.2003 10:59