Mittwoch, 26. Februar 2003

Meningokokken-Alarm: 2-Jähriger starb in Leoben

  • Infektion mit ansteckender Meningitis-Form
  • Sanitätsdirektion beruhigt: Prophylaxe ausreichend

Meningokokken-Alarm in der Obersteiermark: Im Landeskrankenhaus Leoben ist ein zweijähriger Bub an einer Gehirnhautentzündung gestorben, die bakteriell verursacht wurde. Ob es sich dabei um einen Einzelfall der ansteckenden Krankheit handelte, konnte am Mittwoch noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Die steirische Landessanitätsbehörde teilte allerdings mit, dass die prophylaktische Behandlung des Umfeldes ausreichend gewesen sein dürfte.

Der Bub, der am Montag gegen 21.00 Uhr mit den Grippe-Symptomen ins LKH Leoben eingeliefert worden war, starb trotz sofortiger Antibiotika-Behandlung Dienstag früh. Wie Oberarzt Franz Krainer am Mittwoch auf APA-Anfrage bestätigte, war der Kleine an einer Meningokokken verursachten Gehirnhautentzündung und damit verbundenem Organversagen gestorben. Wie der Mediziner erklärte, war der Krankheitsverlauf dramatisch: Von den ersten Symptomen, die laut Eltern Montag Abend gegen 18.00 Uhr aufgetreten waren, bis zum Tod waren nur wenige Stunden vergangen.

Wie die Untersuchungen ergaben, war der Bub an einer von Menigokokken des so genannten B-Stammes verursachten Meningitis gestorben. Gegen diesen Krankheitstypus mit sehr akut verlaufendem Krankheitsbild gibt es keine Impfung.

Wegen eines weiteren Falles - wieder ein Kind, das am Dienstag ins LKH Leoben eingeliefert worden war - konnte mittlerweile Entwarnung gegeben werden. Hier hatte es sich wirklich nur um einen Grippefall gehandelt, berichtete Krainer. Seitens der Landessanitätsdirektion wurden wegen des Leobener Falles Spitäler und Ärzte informiert: Jene Personen, die mit dem Kind in Berührung gekommen sind, wurde prophylaktisch mit Antibiotika behandelt, erklärte Marianne Wassermann von der Landessanitätsdirektion.

26.2.2003 10:18