Lebensmüder löste Großeinsatz der Exekutive aus
- Nach Streit mit 19-Jahre jüngerer Freundin Waffe geholt
- "Cobra"-Männer überwältigten 39-Jährigen

Einen Großeinsatz der Exekutive löste in der Nacht auf Mittwoch ein 39-jähriger Lebensmüder im Bezirk Perg in Oberösterreich aus. Zwischen dem Mann und seiner 20-jährigen Lebensgefährtin war zunächst ein Streit ausgebrochen, plötzlich hörte die junge Frau das Repetieren einer Faustfeuerwaffe. Sie schloss sich gemeinsam mit der elf Monate alten Tochter in einem Zimmer ein und verständigte die Gendarmerie, weil "sie nicht wusste, was passiert", so ein Gendarm. Beamte der "Cobra" konnten den alkoholisierten Mann schließlich überwältigen.
Die 20-Jährige und der 39-Jährige seien bereits seit vier Jahren ein Paar, berichtete ein Gendarm. Der Mann habe sie aber nie geschlagen oder bedroht. Dienstagabend kam es zwischen ihnen zu Streitereien. Sie habe ihrem Lebensgefährten Vorwürfe gemacht, er sei immer in der Arbeit und nie zu Hause. Angeblich habe sie angekündigt, ihn verlassen zu wollen. Das dürfte dem 39-Jährigen zu viel geworden sein, er marschierte in ein anderes Zimmer und holte eine Waffe aus einem "geschlossenen Behältnis", so die Gendarmerie. Als die Frau das "Durchladen" hörte, sperrte sie sich mit ihrem Kind im Wohnzimmer ein und verständigte gegen 22.40 Uhr die Exekutive.
Die Gendarmerie forderte Beamte der "Cobra" an, die die Wohnung aufbrachen und den Mann überwältigten. "Später hat sich dann herausgestellt, dass er sich selber umbringen wollte", so ein Gendarm. In der Wohnung des Paares fanden die Beamten drei Faustfeuerwaffen sowie eine Gaspistole - für alle Waffen besitzt der Mann eine Berechtigung. Laut Gendarmerie hatte der 39-Jährige 1,8 Promille Alkohol im Blut, er wurde in die Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg in Linz eingeliefert.
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