Donnerstag, 20. Februar 2003

AUA 2002 mit starker Umsatz- und Ergebnissteigerung

  • Umsatz um 5,2 Prozent verbessert, Betriebsergebnis 41,4 Mio €

Die Austrian Airlines (AUA) verzeichneten im Geschäftsjahr 2002 laut heute, Donnerstag, veröffentlichten vorläufigen Zahlen deutliche Verbesserungen bei Umsatz und Ergebnis. Die Umsatzerlöse fielen mit 2,204 (2,096) Mrd. Euro um 5,2 Prozent höher aus als 2001.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) beläuft sich voraussichtlich auf 41,4 Mio. Euro, nachdem 2001 noch ein negatives Ebit von 88,9 Mio. Euro verzeichnet wurde.

Das Ergebnis vor Steuern wird nach Abzug des Finanzergebnisses von -37,4 (-75,1) Mio. Euro bei 4,0 (-164,1) Mio. Euro erwartet. Der Jahresüberschuss dürfte mit 42,9 Mio. Euro positiv ausfallen, nachdem im Jahr zuvor noch ein Fehlbetrag von 166 Mio. Euro herausgekommen war. Der operative Cash-Flow hat sich im vorläufigen Bericht auf 518 (49,1) Mio. Euro verbessert, die Eigenkapitalquote stieg auf 14,6 (12,7) Prozent.

.20022001+/-+/- (%)
Umsatzerlöse2.204,42.095,6+108,8+5,2
Betriebsleistung2.398,02.171,8+226,2+10,4
EBITDAR463,3219,6+243,7---
EBIT+41,4-88,9+130,3---
Ergebnis vor Steuern+4,0-164,1+168,1---
Jahresüberschuss/-fehlbetrag+42,6-166,0+208,6---
Bilanzsumme3.827,74.157,7-330,0- 7,9
Verzinsliche Verbindlichkeiten2.271,62.705,2-433,6-16,0
Operativer Cash Flow518,049,1+468,9---
Eigenkapitalquote14,6%12,7%+1,9 Punkte
Net Gearing290,2%337,9%-47,7 Punkte


Leicht unter Analysten-Erwartungen
Damit liegt das Ebit leicht unter den Schätzungen der Analysten, die im Durchschnitt einen Wert von 44,7 Mio. Euro erwartet hatten. Die Umsatzsteigerung entsprach dagegen exakt den Analystenerwartungen.

Die von den Analysten als bedrohlich eingestuften hohen Verbindlichkeiten konnten laut AUA "auf Basis des konsequenten und umfassenden Sanierungsprogrammes" um 433,6 Mio. Euro von 2,705 auf nunmehr 2,272 Mrd. Euro gesenkt werden. Der im Net Gearing ausgedrückte Verschuldungsgrad sank damit von 337,9 Prozent auf 290,2 Prozent.

Dank einer Verbesserung des Cash Flows von 468,9 auf 518 Mio. Euro, den verringerten Verbindlichkeiten sowie dem gesenkten Net Gearing sei die Krisenfestigkeit des Austrian Airlines-Konzerns mit den Fluggesellschaften AUA, Lauda Air und Tyrolean Airways erheblich gesenkt worden, teilte das Unternehmen mit.

Nach Erreichung des vorrangigen Ziels - eines zügigen Abbaus der Verbindlichkeiten und der damit verbundenen Erhöhung der Eigenkapitalquote - heiße das nächste Etappenziel jetzt "einen dauerhaften Wertzuwachs durch weitere Verbesserung der Profitabilität zu erwirtschaften", sagte Finanzvorstand Thomas Kleibl.

Erster Schritt
Vorstandsvorsitzender Vagn Soerensen sprach von einem "ersten Schritt", in dem es gelungen sei, die Gruppe "mit vereinten Kräften, Kampfgeist und großem Einsatz der Mannschaft (...) in die Gewinnzone zurückzuführen". Das Fundament für den Aufschwung sei gelegt. Die Austrian Airlines-Gruppe werde sich "als relativ kleiner aber umso spezialisierterer Marktteilnehmer im harten internationalen Wettbewerb behaupten".

20.2.2003 08:40