Mittwoch, 19. Februar 2003

One startet noch 2003 drahtloses Internet via WLAN

  • 50 bis 100 Zugangspunkte bis Jahresende geplant
  • Erworbene Internetfunk-Tochter eWave nach einem Jahr saniert

Der drittgrößte heimische Mobilfunkanbieter One wird im dritten Quartal dieses Jahres nicht nur mit der dritten Mobilfunkgeneration UMTS sondern auch mit drahtlosem Internet via Wireless LAN (WLAN) auf den Markt kommen. Bis Jahresende will One österreichweit 50 bis 100 WLAN-Zugangspunkte - sogenannte Hot Spots - errichten.

Vor allem in Hotels und Konferenzzentren will One WLAN-Zugänge installieren, sagte One-Chef Joergen Bang-Jensen am Rande der Mobilfunkmesse 3GSM World Congress in Cannes vor Journalisten. An Cafes denkt One nicht. Dieses Konzept sei nicht aufgegangen, meint der One-Chef.

Ergänzung zu UMTS
Bang-Jensen rechnet mit 3 bis 4 Prozent der derzeit 1,6 Millionen One-Kunden, die in den nächsten drei Jahren WLAN nutzen werden. Der One-Chef sieht das Service daher mehr als Ergänzung zu UMTS: "WLAN ist ein Nischenprodukt. Es ist eine Ergänzung zu UMTS, kein Ersatz."

Der Kunde benötigt für die Nutzung ein Notebook oder einen Taschencomputer (PDA) mit einer entsprechenden WLAN-Karten. Die meisten neuen Geräte haben WLAN-Anschlüsse bereits eingebaut. Kommt man mit einem dieser Geräte in ein mit WLAN erschlossenes Gebiet, ist man automatisch mit dem Internet verbunden, bei One mit einer Geschwindigkeit von mindestens 256 Kilobit pro Sekunde.

Billiger als UMTS
Wie viel der Kunde für die WLAN-Nutzung zahlen wird, steht noch nicht fest. Fix ist aber, dass es eine Grundgebühr geben soll für eine bestimmte Surfzeit und dass es billiger sein wird als UMTS, sagt Bang-Jensen. Auch ein Prepaid-Angebot soll es geben, allerdings nicht von Beginn an, sondern erst in einiger Zeit.

Neben den eigenen Kunden hofft der One-Chef auch andere Mobilfunk-Betreiber auf sein WLAN-Netz zu bekommen. Sinn machen würden nur maximal zwei WLAN-Netze pro Standort, sonst würden sich die Netze gegenseitig stören, betont Bang-Jensen.

Derzeit bieten in Österreich an mehreren Standorten die Firmen Metronet und Funknetz WLAN an. Von den Mobilfunkbetreibern baut bisher nur noch T-Mobile Austria auf WLAN. Diese ist dafür eine Kooperation mit Metronet eingegangen, die in Österreich bereits über rund 250 Standorte verfügt.

WLAN dank Internetfunk-Tochter eWave
One baut die Standorte selbst dank der im Oktober 2001 erworbene Internetfunk-Tochter eWave. Die Höhe der notwendigen Investitionen wollte Bang-Jensen am Dienstagabend nicht nennen. Auch der damalige Kaufpreis für eWave wird nicht verraten. "Wir haben die Schulden bezahlt", meint Bang-Jensen. Nach einem Jahr, so der One-Chef, sei E-Wave aber saniert gewesen.

Weitere Informationen:

  • One-Website

    19.2.2003 11:38