US-Stars rufen auf: Heute: Virtueller Protest vs Bush
- E-Mails, Faxe und Telefonanrufe an Bush & Regierungsmitglieder
- Prominente Aktivisten wie Martin Sheen, Oliver Stone, Madonna
Um Bomben auf irakische Städte zu verhindern, bombardieren heute US-Künstler ihre Regierung mit Fragen. Hollywood-Stars und Fernsehserien-Schauspieler riefen in den vergangenen Tagen zu einem "virtuellen Marsch" auf Washington auf: Sie wollen heute die US-Regierung mit E-Mails, Faxen und Telefonanrufen regelrecht außer Gefecht setzen.
"Unsere Botschaft an Washington wird klar sein: 'Keine Invasion im Irak!'", sagte Schauspieler Martin Sheen bei einer Pressekonferenz des Anti-Kriegs-Projekts "Win without War" ("Siege ohne Krieg") in Los Angeles. Sheen ist als Darsteller des US-Präsidenten in der Fernsehsendung "West Wing" besonders geeignet für die Kampagne. Die USA könnten den irakischen Machthaber Saddam Hussein auch in seine Grenzen weisen, "ohne unschuldige Menschen zu töten", sagte Sheen weiter.
Aktion soll 8 Stunden dauern
Zwischen 09.00 Uhr und 17.00 Uhr Ortszeit (zwischen 03.00 Uhr und 11.00 Uhr MEZ) wollen die Schauspieler heute Telefone und Computer überfluten und gleichzeitig per Fernseh-Spot Zuschauer zur Nachahmung animieren. "Schreiben Sie ihrem Kongressabgeordneten. Teilen Sie Ihre Meinungen mit. Stellen Sie Fragen", forderte die Schauspielerin Angelica Huston, die sich mit ihrer Rolle in "The Addams Familiy" einen Namen machte und jüngst im Kinoerfolg "The Royal Tenenbaums" zu sehen war. Janeane Garofalo, Star aus "Big Trouble" und "The Laremie Project" bedauerte, dass "unsere Führer in Washington mit Millionen von Amerikanern nicht auf einer Linie sind." An dem Projekt sind außerdem die Film- und Regiegrößen Oliver Stone, Robert Altman, Jane Fonda, Barbara Streisand, Susan Sarandon, Robert Redford und Sean Penn sowie Popstar Madonna beteiligt.
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