Mittwoch, 19. Februar 2003

Alle Facts zum Showdown: Wer wird Superstar?

  • Im neuen NEWS: 4 Autogrammkarten der Starmaniacs
  • PLUS: Abstimmen - Wer soll gewinnen?

Am 21. 2. entscheidet sich, wer der Superstar wird. Christl, Michael und Boris singen um einen Plattendeal. Die intimen Details zu den Starmaniacs: Michaels Heiratspläne, Christls Essstörungen, Boris’ Mamakomplex.

Im Augenblick, der eigentlich jubelnder Triumph hätte sein sollen, waren sie fast stumm. So, als befürchteten sie, vom Schicksal für das unverhoffte Glück sogleich eine Vorratspackung Ungemach ausgehändigt zu bekommen. Keiner der drei verbliebenen Starmaniacs wollte sich am vergangenen Freitag über das Nachrücken in den Vorhof zur Popkarriere freuen. Der Kärntner Boris Uran hatte kaum seine allseits lieb gewordenen Tränen getrocknet, da verzog er sich geduckt in den Backstage-Bereich. Christl Stürmer schien bei angereisten Freunden Trost zu suchen. Michael Tschuggnall fand Halt bei Lebensgefährtin Claudia. Sendungsverantwortliche wie anwesende Journalisten verstanden die Welt nicht mehr. Mehr als zwei Millionen Votings – und dann keine Spur von Dankbarkeit und Siegesfreude.

„Nerven lagen blank.“
Boris erklärt notdürftig, was sich an diesem Freitag abspielte: „Diesmal hat wirklich jeder von uns mit seiner Abwahl gerechnet, die Nerven lagen blank. Daher konnte ich die Enttäuschung von Niddl, die gehen musste, nachempfinden. Hätte es mich erwischt, wäre ich ein Fall für den Psychiater gewesen.“ Doch den drei Finalisten blieb kaum Zeit für Mitgefühl mit der geschassten Niddl (recte Anita Ritzl). ORF-Betreuer mahnen Pflichten ein: Reporter wollen ihre Interviews, Fans – so etwas gibt es schon zuhauf – Autogramme. Zu dieser Zeit brach Niddl in der Kabine zusammen. Die Frau, die in das nicht unzynische Synthetic-Spektakel etwas wie ein Gesicht und ein Schicksal eingebracht hat, sieht alles, was sie sich an Vorurteilen gegen sich selbst aufgebaut hat, wieder turmhoch aufragen: „Ich schaff’s immer ums Arschlecken net!“

Beim NEWS-Covershooting am Montagabend war die Stimmung wieder entspannt. Die Burschen pflanzten Christl wegen ihres Outfits („Supa Korsage!“) und wurden, humorvoll, wie die Großen eben sind, mit Soletti beworfen. Der Star-Alltag hatte sie wieder. Niddl gehörte nicht mehr dazu.

Star-Rummel
Das marketinggesteuerte Getümmel um eine Buchhändlerin, einen Technikstudenten und einen Waldorfschüler hält jeden Freitag 1,2 Millionen Österreicher bei ORF fest. Das sind Zahlen wie bei Hermann Maiers Comeback in Kitzbühel. Das Konzept der Castingshow „Starmania“ ist massentauglich, weil simpel: Zwölf Finalisten singen auf der ORF-Showbühne um einen Plattenvertrag und den damit verbundenen Titel „Österreichischer Popstar“.

Ein System, das nicht neu, aber für einen öffentlich-rechtliche Sender durchaus Wegweiserqualitäten in Richtung Zeitgeist hat. Selbst Musik-Fossil und Ö3-DJ Eberhard Forcher zeigt sich da gemäßigt angetan: „Prinzipiell find ich ,Starmania‘ sehr gut, weil das Thema Popmusik in den Mittelpunkt einer TV-Sendung gestellt wird, die irrsinnig viele Zuseher anzieht und riesigen Unterhaltungswert hat.“

Stars von morgen
Am 21. Februar werden die drei zum siegreichen Solisten reduziert. Der soll von Österreich aus die Pop-Welt erobern, was freilich keiner der drei infrage Kommenden glauben will.

Wir ließen die drei schon jetzt von Musikexperten auf ihre Startauglichkeit testen. Die Jury: DJ-Ötzi-Manager Herbert Fechter, Ö3-Moderator Eberhard Forcher und Musik-Event-Spezialist Wolfgang Klinger.

Daniela Bardel, Axel Meister

Mehr dazu lesen Sie im neuen NEWS.

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    19.2.2003 14:48