So gesund sind Sie - Teil 2: Ernährung & Hautkrebs
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Ernährung: Die meisten Österreicher essen zu viel, zu fett und zu süß und haben damit ein erhöhtes Risiko für Diabetes. Haut: Pro Jahr erkranken 10 von 100.000 Österreichern an einem Melanom. Der NEWS-Check sagt Ihnen, worauf Sie achten sollten.
Gesundheit so überzeugen uns die Meinungsforscher ist das wichtigste Anliegen der Österreicher. Allerdings scheint es beim Wunsch zu bleiben, denn die medizinische Statistik spricht eine andere Sprache: Mehr als die Hälfte der Österreicher ist übergewichtig und trägt damit ein erhöhtes Risiko für eine der zahlreichen Zivilisationskrankheiten, von Herzinfarkt bis Diabetes. Die Gene sind hier allerdings nicht die Hauptschuldigen. Zu 70 Prozent können wir durch unseren Lebensstil unsere Gesundheit beeinflussen, ist auch der Wiener Internist Wolfgang Munda überzeugt, denn Ernährung, Bewegung und Stressabbau sind nach wie vor die beste Gesundheitsvorsorge.
NEWS-Gesundheitsserie
Doch vor jeder Lifestyle-Änderung steht eine Bestandsaufnahme. NEWS hat daher mit renommierten Medizinern Tests entwickelt, mit deren Hilfe Sie Ihr persönliches Krankheitsrisiko ermitteln können. So können Sie im zweiten Teil der NEWS-Serie sowohl Ihre Essgewohnheiten als auch eine eventuell vorhandene Veranlagung für Diabetes eruieren.
Risiko Übergewicht
Allen Diät-Büchern zum Trotz: Die Österreicher lieben es beim Essen fett und süß. Nach einer vom Gallup-Institut durchgeführten Befragung bevorzugen 74 Prozent der Österreicher nach wie vor Hausmannskost, und nur sieben Prozent halten Vitamine in der Ernährung für wichtig. Gevöllert wird allerdings ausgiebig: So haben 33 Prozent der Österreicher ein schlechtes Gewissen, weil sie unkontrolliert essen. Wir haben in Österreich stark verwurzelte Gewohnheiten, was das Essen betrifft, meint auch Ernährungsexperte Kurt Widhalm, und es wird einige Mühe kosten, diese Automatismen zu durchbrechen. Dabei kann der volle Teller auf Dauer zur tickenden Zeitbombe werden. Denn die Fett- und Zuckerorgien bringen den gesamten Stoffwechsel durcheinander: Überschüssiges Fett lagert sich an den Gefäßen ab, die Verdauungsorgane werden überfordert, und die Bauchspeicheldrüse kommt mit der Insulin-Produktion nicht nach.
Jährlich sterben in Österreich rund 50.000 Menschen an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (den NEWS-Herz-Check finden Sie im nächsten Heft). Auch die Zahl der Zuckerkranken ist ständig im Steigen begriffen. Für die Zunahme an ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten nennt Stoffwechselexperte Fritz Hoppichler einen simplen Grund: Unsere Bilanzierung stimmt nicht. Wir nehmen insgesamt zu viele Kalorien auf und bewegen uns dabei zu wenig.
Raus aus der Futterfalle
Dass Kasteien allein nicht die Lösung des Gewichtsproblems darstellt, hat sich im Zeitalter der Diät-Bestseller bereits herumgesprochen. Denn einseitige Crash-Kuren gehen zu Lasten des Stoffwechsels: Nach jeder Fastenkur revanchiert sich der Körper mit Heißhungerattacken und baut seine Fettdepots noch rascher auf. Um dauerhaft abzunehmen, braucht man einen intelligenten Plan. Am besten geht es, wenn man sich einen Diät-Partner sucht, rät Hoppichler.
Claudia Semrau
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