Donnerstag, 20. Februar 2003

AUA-Chef: "Unsere Existenz ist nicht bedroht"

  • Wie sich die Wirtschaft auf den Irak-Krieg vorbereitet

AUA-Boß Vagn Sörensen über rückläufige Buchungen aufgrund der Irakkrise und die Vorbereitungen der Fluglinie auf den Ernstfall.

FORMAT: Die AUA hat wegen des drohenden Irakkrieges bereits eine Gewinnwarnung herausgegeben. Wie dramatisch schätzen Sie die Folgen eines solchen militärischen Konflikts für die AUA ein?

Sörensen: Wir konnten die Krisenfestigkeit der AUA durch den erfolgreich eingeleiteten Turnaround erheblich verbessern. Unsere Sanierungsfortschritte könnten sich nun verzögern. Unsere Existenz ist nicht bedroht.

FORMAT: Welche Irak-Effekte spüren Sie schon jetzt?

Sörensen: Wir haben eine Kombination von weltweiter Wirtschaftsflaute, marginalen Wirtschaftsprognosen und einem im Reiseverhalten bereits teilweise vorweggenommenen Irakeffekt. Das schlägt sich für uns mit hinter den Erwartungen liegenden Buchungen für das erste Quartal nieder.

FORMAT: Welche Maßnahmen umfaßt Ihr Irakkrisenplan?

Sörensen: Der erste Schritt sieht eine fünfprozentige Produktionskürzung im ersten Quartal vor. Dazu kommen eine ebenfalls fünfprozentige Kostensenkung für das Gesamtjahr sowie ein konzernweiter Investitions- und Personalstopp. Wir haben auch den Launch der neuen Markenarchitektur der AUA-Gruppe vom Frühjahr auf Herbst verschoben. Bei einer Ausweitung der Krise gibt es weitere Maßnahmen.

FORMAT: Müssen Konsumenten mit steigenden Flugpreisen rechnen?

Sörensen: Fliegen wird erwiesenermaßen immer billiger. Sollten sich als Folge einer politischen und wirtschaftlichen Krise gewisse Aufwandsfaktoren derart drastisch erhöhen, daß das durch Kostensenkungen nicht aufzufangen ist, sind Preiserhöhungen nicht auszuschließen.

Das ausführliche Interview lesen Sie im neuen FORMAT.

20.2.2003 18:18