Styrian Spirit: Steirer-Fluglinie nimmt "Kampf auf"
- Start von Graz, Linz und Wien zu deutschen Destinationen
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Mit einem anderen Linienplan als ursprünglich vorgesehen wird die Styrian Spirit, die anfangs unter Styrian Airways firmierte, ab Montag, dem 24. März durchstarten. Ab 24. Februar sei man buchbar, so Vorstand Otmar Lenz am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Graz.
Den von der AUA hingeworfenen Fehdehandschuh im Tarifbereich (Kasten 1) nahm Lenz auf: "Wir haben klare Tarife, die liegen zwischen 20 und 40 Prozent unter jenen des Mitbewerbers". 61 Flüge pro Woche wird es vorerst nur von Graz, Linz und Wien nach Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München geben.
Die gestrige Bekanntgabe neuer AUA-Tarife just auf jenen Linien, die auch die Styrian Spirits bedient, verstand Lenz als "Störfeuer". Er sei verwundert über die AUA-Linie wie "Der Kampf beginnt". Man werde den Kampf sicher aufnehmen, aber die Passagiere dächten sich schon ihren Teil, wenn man bisher jahrelang für einen Deutschland-Flug rund 1000 Euro hinblättern musste und nun dieselbe Leistung um etwas über 100 Euro bekäme. Der neue AUA-Tarif sei so nicht wirklich buchbar, das sei fast schon Betrug am Passagier. Man habe schon mit den zuständigen EU-Behörden Kontakt aufgenommen, diese würden ein Verfahren überlegen. "Unsere Tarife sind planbar", so Lenz, "und wir wollen mit 'Best Fare' zwischen 20 und 40 Prozent unter jenen der AUA liegen."
"Unsere Airline versteht sich als Home Carrier", sagte Lenz, die sich auch steirisch präsentieren will - etwa beim Catering, das von Attila Dogudan stamme, "nicht von Do & Co", wie Lenz erklärte. Auch die Kleidung der Flugbetreuer werde steirisch inspiriert sein, wenn auch kein Tracht". Primäres Zielsegment seien die Geschäftsreisenden, man will aber auch - vor allem an den Wochenenden - den touristischen Bereich ansprechen. "Das Verhältnis wird 70 zu 30 sein", so Lenz. Im ersten Geschäftsjahr wird bei rund 5.000 Flügen mit etwa 90.000 Passagieren und einem Umsatz von 23 Mio. Euro gerechnet. Im Jahr 2004 sollen es dann schon rund 130.000 Passagiere, und 36 Mio. Euro Umsatz sein. Für 2005 rechnet Lenz mit einer Verdoppelung der Zahlen von 2003.
In der ersten Phase werden die Verbindungen Graz-Stuttgart 17 Mal pro Woche, Graz-Frankfurt elf Mal pro Woche, Graz-Düsseldorf und Graz-Düsseldorf je sechs Mal pro Woche, Graz-München sechs Mal wöchentlich sowie elf Mal pro Woche von Linz nach Frankfurt bzw. Düsseldorf (fünf Mal). Von Wien nach Frankfurt geht es fünf Mal pro Woche. Im Charterverkehr am Wochenende stünden die Maschinen im Sommer für Destinationen wie Catania auf Sizilien, Iraklion auf Kreta sowie Korfu bereit. Mit den ursprünglich ins Auge gefassten Abflugdestinationen Klagenfurt und Innsbruck hätte es mit Auslastung auf Grund der "wenig attraktiven Mittagsflüge" nicht gut ausgesehen. Was den dafür aufgenommenen Mittagsflug in Wien beträfe, so gebe es für diesen bessere Marketing-Möglichkeiten, so der Styrian Vorstand.
Der steirische Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl (V) erwartet sich durch den Start der Styrian Spirit eine Verbesserung des Wirtschaftsstandortes: "Bei einem angenommenen Wachstum von sieben Prozent der Fluglinie würde die Steiermark bis 2010 ein Marktpotenzial von 6,3 Mio. Menschen zusätzlich zum Einzugsbereich von 12,9 Mio. Euro erreichen." Man habe dann eine wesentlich bessere Erreichbarkeit und besseren Marktzugang.
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