DaimlerChrysler vervierfachte 2002 operativen Gewinn
- Auf 5,8 Mrd. Euro - Umsatz sank um zwei Prozent
- Dividende soll um 50 Prozent erhöht werden

Der deutsch-amerikanische Autokonzern DaimlerChrysler hat im vergangenen Jahr mit einem (bereinigten) operativen Gewinn von 5,83 (1,34) Mrd. Euro sein Vorjahresergebnis mehr als vervierfacht. Der Umsatz des drittgrößten Autokonzerns der Welt sank um zwei Prozent auf 149,6 (152,9) Mrd. Euro.
Der Konzern beschäftigte am Ende des vergangenen Jahres 365.571 Mitarbeiter.
Das Betriebsergebnis einschließlich einmaliger Effekte - also etwa inklusive der Erlöse aus dem Verkauf von knapp 50 Prozent an T-Systems - belief sich auf 6,85 Mrd. Euro gegenüber einem Verlust von 1,31 Mrd. Euro aus dem Jahr 2001.
Das Konzernergebnis belief sich unbereinigt auf 4,72 Mrd. (minus 662 Mio.) Euro, was einem Gewinn je Aktie von 4,7 Euro entspricht. Der Vorstand will eine 50-prozentige Erhöhung der Dividende auf 1,50 Euro vorschlagen.
Bestellungen in Graz
DaimlerChrysler hat im vergangenen Jahr in Österreich 132.700 Autos der Konzernmarken Mercedes, Chrysler und Jeep fertigen lassen und damit den Wert von 2001 (131.000) leicht übertroffen, obwohl die Produktion des PT Cruiser im vergangenen Jahr nach nur kurzer Zeit wieder aus dem Eurostarwerk Graz-Thondorf abgezogen worden war.
Das in größter Stückzahl produzierte Fahrzeug war auch 2002 der Minivan Chrysler Voyager (gut 38.000 Stück), obwohl sich die Übersiedlung der Fertigung vom Eurostar-Werk in die benachbarte Steyr-Fabrik zeitweise bemerkbar machte. Vom Jeep Grand Cherokee wurden im vergangenen Jahr rund 30.400 Stück produziert, der PT Cruiser verließ bis Mitte 2002 knapp 17.000 Mal das Band. Insgesamt wurden damit aus Graz 85.500 Chrysler-Autos geliefert.
Höhere Gewinne 2003 erwartet
DaimlerChrysler sieht im heurigen Jahr eine Steigerung seines Konzernergebnisses, ohne deren Ausmaß zunächst zu beziffern. Der Umsatz soll von 2002 knapp 150 Mrd. Euro auf zunächst 151 Mrd. Euro heuer steigen, um dann im Jahr 2005 die Marke von 163 Mrd. Euro zu erreichen, wurde im Vorfeld der Jahresbilanz des Unternehmens in Stuttgart bekannt. Voraussetzung für Wachstum und besseres Ergebnis seien allerdings stabile Rahmenbedingungen in den wichtigsten Märkten, hieß es vorab.
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