NEWS: 'Sacher light' - Facelifting für Wiener Nobelhotel
- Total-Renovierung soll jüngeres Publikum anziehen
Im "Sacher" staubt gewaltig. An allen Ecken und Enden des Wiener Traditionshotels wird gebohrt, gehämmert und gemörtelt. Zweck der Übung: Ein Facelifting soll die Nobelherberge moderner machen und so auch für jüngere Publikumsschichten erschließen.
Mastermind des "Neuen Sacher" ist Alexandra Gürtler. Die Tochter von Elisabeth Gürtler - Grande Dame der Wiener Society und oberste Repräsentatorin des Opernballs - kümmert sich seit ihrem Business-Einstieg vor zwei Jahren um Marketing und Internetauftritt und bringt neue Kreativität ins Haus. Und sie ist auch die treibende Kraft hinter den Renovierungsprojekten.
Alles wird neu - "Sacher light"
Unter dem Konzeptnamen "Sacher light" stehen dem First-Class-Hotel eine ganze Reihe von Neuerungen ins Haus: Im April eröffnet auf der Kärntner Straße eine 137 Quadratmeter große Weinbar samt Merchandising-Verkauf. Unter dem vorläufigen Namen "Sachereck" oder "Sacher next door" werden täglich bis 23.30 Uhr neben der berühmten Sachertorte rund 40 Geschenkartikel wie Zigarren, Teddybären oder Porzellan angeboten. Die angeschlossene Designer-Bar soll verstärkt jüngere Gäste zum Konsum von Mehlspeisen, Prosciutto und Schaumweinen verführen.
Runderneuerung des Hotels
Schließlich wird in den kommenden vier Jahren auch dem Hotelbereich eine komplette Runderneuerung verpasst. Das Dachgeschoß wird komplett ausgebaut und die Zimmeranzahl von derzeit 108 auf 138 erhöht. Gleichzeitig werden der Eingangsbereich vergrößert sowie die Aufzüge versetzt und erneuert. Eine Sauna plus Dampfbad sollen ebenfalls Einzug ins Sacher halten. Für einen hoteleigenen Swimmingpool reicht der Platz allerdings nicht aus.
Sachertorte bleibt aber unverändert
Die Sachertorte, das Aushängeschild und des Hauses, bleibt freilich unverändert. Die weltbekannte Süßspeise macht ein Drittel des Gesamtumsatzes des Sacher-Imperiums aus. Im Zuge der Umbaupläne wurde aber die Mehlspeisproduktion aus der Philharmonikergasse ins wenig noble Wien- Simmering ausgelagert. "Zu Weihnachten sind wir mit 3.000 Torten pro Tag ans absolute Limit gestoßen", begründet Alexandra Gürtler diesen Traditionsbruch.
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