Mittwoch, 19. Februar 2003

Eurozone verdoppelte 2002 ihr Handelsbilanz-Plus

  • EU-15 mit nur geringem Überschuss von 6,1 Mrd. Euro
  • Finanzminister: Keine Rezession im 'Euroland'

Die zwölf Staaten der Eurozone haben 2002 bei ihrem Außenhandel einen Überschuss von 102,3 Mrd. Euro erzielt. Damit wurde der Handelsbilanzüberschuss von 49,5 Mrd. Euro aus dem Jahr davor mehr als verdoppelt, wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg auf der Grundlage erster Schätzungen mitteilte.

Für die gesamte EU mit seinen 15 Mitgliedsstaaten fiel der Handelsbilanzüberschuss mit 6,1 Mrd. Euro deutlich bescheidener aus. Das lag vor allem am schlechten Abschneiden der Briten, die in den ersten elf Monaten für 63,6 Mrd. Euro mehr Waren und Dienstleistungen im Ausland kauften als sie selber exportierten. 2001 hatte die gesamte Union aber noch ein Defizit von 42,7 Mrd. Euro verzeichnet.

Österreich steigerte Ausfuhren um 5%
Österreich konnte von Jänner bis November 2002 seine Ausfuhren um 5 Prozent auf 76,7 Mrd. Euro steigern, während die Importe nur 75,5 Mrd. Euro ausmachten - 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Dadurch kam Österreich auf ein Handelsbilanzplus von 1,2 Mrd. Euro, nachdem in den ersten elf Monaten 2001 noch ein Defizit von 3,9 Mrd. Euro zu verzeichnen war.

Deutschland als Export-Lokomotive
Der hohe Überschuss in der Eurozone ist den Zahlen der Statistiker zufolge vor allem den Ausfuhren der Exportlokomotive Deutschland zu verdanken. Deutschland erzielte im Außenhandel in den ersten elf Monaten 2002 einen Überschuss von 117,9 Mrd. Euro, das waren 20 Mrd. Euro mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Spanien, Portugal und Luxemburg lagen dagegen im Minus.

19.2.2003 12:53