EZB-Chef: Neue Euro-Banknoten vorerst nicht nötig
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In der Debatte um eine Ausgabe von Ein- und Zwei-Euroscheinen hat der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg, eine zurückhaltende Haltung eingenommen. "Vorläufig gibt es für die Bevölkerung offenbar keine Notwendigkeit für solche Banknoten", sagte Duisenberg im Europäischen Parlament. Er verwies am Montagabend in Brüssel auf Umfragen, wonach eine Mehrheit der Bürger der Eurozone derzeit keinen Schein im Wert von einem Euro bzw. später von zwei Euro wünsche.
Lediglich in Italien, Österreich und Griechenland, wo die Bürger an Banknoten ihrer alten Währung im Gegenwert von einem Euro gewöhnt seien, hätten sich bis zu 70 Prozent dafür ausgesprochen. Dagegen sähen bis zu 90 Prozent der Befragten in Deutschland und den Niederlanden keine Notwendigkeit dafür, erklärte Duisenberg. Den Stein ins Rollen gebracht hatte der italienische Finanzminister Guilio Tremonti mit einer entsprechenden Anfrage an die EZB und die Partner der Eurozone.
Bei einer Anhörung vor dem EP-Wirtschafts- und Währungsausschuss sagte Duisenberg, die EZB stehe dieser Anfrage "neutral" gegenüber. Eine Entscheidung, einen Schein über einen Euro und später über zwei Euro auszugeben, werde in den kommenden Monaten getroffen, sagte er. Derzeit werde die Frage auch von Spezialisten für Banknoten geprüft.
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