Reuters plant nach Rekordverlust Stellenabbau
- In drei Jahren 3.000 Mitarbeiter weniger
- Nettoverlust von 394 Mio. Pfund
Der Nachrichten- und Informationskonzern Reuters hat im vergangenen Jahr auf Grund hoher Wertberichtigungen und Restrukturierungskosten einen Gewinneinbruch verzeichnet und plant daher einen deutlichen Stellenabbau bis Ende 2005.
3.000 Mitarbeiter werden in den nächsten drei jahren ihren Job verlieren.
Der Gewinn vor Steuern sei 2002 nach Restrukturierungskosten in Höhe von 208 Mio. Pfund auf 89 Mio. Pfund (132,8 Mio. Euro) gefallen, teilte Reuters am Dienstag in London mit. 2001 hatte Reuters noch einen Vorsteuergewinn von 304 Mio. Pfund ausgewiesen. Netto verbuchte der britische Traditionskonzern einen Rekordverlust von 394 Mio. Pfund.
Infolge der weltweit schwachen Finanzmärkte sank der Reuters-Umsatz um acht Prozent auf 3,575 Mrd. Pfund, wobei die mehrheitlich zum Konzern gehörende US-Handelsplattform Instinet einen Erlöseinbruch von 31 Prozent verbuchte. Im ersten Quartal 2003 rechnet Reuters mit weiter rückläufigen Einnahmen.
In drei Jahren 3.000 Mitarbeiter weniger
Konzernchef Tom Glocer kündigte ein neues Strategieprogramm an, in dessen Rahmen das Unternehmen bis Ende 2005 rund 440 Mio. Pfund einsparen will. Demgegenüber stünden Restrukturierungsaufwendungen von 340 Mio. Pfund. Es werde erwartet, dass in den kommenden drei Jahren die Zahl der Mitarbeiter um 3000 auf dann rund 13.000 sinken werde.
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